Wer unsere bisherigen Urlaube mitverfolgt hat der weiß, dass wir gut und gerne mal ein paar Tausend Kilometer hinter uns bringen, um in kurzer Zeit möglichst viel sehen zu können. Und nicht anders sollte es auch in diesem Urlaub sein: Die Route, wie wir sie uns gelegt hatten sollte uns zuerst durch die ewigen Weiten des australischen Outbacks zum Ayers Rock führen. Dann würden wir wieder Richtung Süden nach Adelaide fahren, und dort ein paar Tage verbringen. Danach wollten wir von dort aus dann mit der Fähre auf Kangaroo Island übersetzten, wo wir auch nochmal ein paar Tage eingeplant hatten. Entlang der Great Ocean Road würden wir uns dann schließlich über Melbourne wieder auf den Rückweg nach Sydney begeben.
Ein typischer Roadtrip eben, so wie es sich für ein Backpackerland wie Australien nunmal gehört! :-)))
Nach zwei Tagen Sightseeing in Sydney ging es also dann am 3. Mai los.
Unser erstes Etappenziel an diesem Montag war der kleine Ort Hay, etwa 730km westlich von Sydney gelegen.
Aber Gott sei Dank hielten sich diese Situationen wirklich in Grenzen, und je weiter wir fuhren, umso weniger Gedanken mussten wir uns um den Verkehr oder andere Verkehrsteilnehmer machen. Es wurde immer einsamer um uns herum. Wir fuhren über staubige Landstraßen, vorbei an weiten Feldern oder unbebautem Land.
Und je weiter wir fuhren, desto mehr hatten wir das Gefühl in das „richtige“ Australien einzudringen: die Erde wurde trockener und bekam mehr und mehr diesen typisch rötlichen Farbton.
Wir waren noch nicht ganz in Hay angekommen, als es schließlich dunkel geworden war. Und dunkel im australischen Hinterland heißt soviel wie „stockdunkel“. So dunkel, dass man seine eigene Hand vor Augen nicht mehr sehen kann. Keine Laterne, keine Stadt, keine beleuchteten Werbereklamen. Einfach nichts, was die Finsternis hätte durchbrechen können.
Schließlich kamen wir dann aber doch noch in Hay an, suchten uns dort ein Motel und gingen noch Abendessen.
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