September ist mit Abstand der geburtstagsreichste Monat den ich kenne. Das war schon in Deutschland so, und hat sich auch hier nicht geändert:
Kaum hatte man das Kalenderblatt abgerissen stand schon der Geburtstag von Aryane vor der Tür (4. September). Da sie aber an ihrem Geburtstag mit ihren Eltern in Miami war, und sich dort für ein paar Tage verwöhnen lies, feierte sie erst im nachhinein mit uns.
Also trafen wir (Aryane, Laura, Yvonne und ich) uns am 14. September abends zum Essen in einem nahegelegenen Restaurant namens Bourbon House. Wie wir schnell merkten ein sehr teures Restaurant!!! Ich mein, wir wussten ja, dass es eins der besseren Lokale hier in New Orleans ist, und wir auch ganz gerne unsere Hotelgäste dorthin verweisen, wenn diese mal richtig schön ausgehen möchten, aber als wir dann einen Blick in die Karte warfen blieb uns schon kurz das Herz stehen! Es gab nicht einen einzigen Hauptgang unter 30.00 $!!!Eine Tatsache die Aryane offenbar vergessen hat zu erwähnen, als sie uns von diesem Restaurant vorschwärmte (Das letzte Mal war sie mit ihren Eltern dort, und da hat Papi natürlich die Rechnung beglichen....)
Aber was tut man nicht alles fürs Geburtstagskind!!! Jeder von uns bestellte artig und gemeinsam warteten wir auf das grandiose Essen das da wohl kommen musste. Schließlich wurde es dann auch von drei Kellnern serviert (damit wir auch wissen wohin der größte Teil des Preises fließt) und wir ließen es uns so richtig schmecken. Und ich muss gestehen, es war wirklich gut!!!! Trotzdem hatte ich irgendwie so das Gefühl, als kauten wir alle auf jedem Bissen ganz besonders lange rum ;-)
Nach dem Essen hatte Aryane (unsere „Süße“) dann total Lust auf einen Nachtisch, wollte aber nicht die Einzige sein die noch ein Dessert bestellt. Also tauschten Laura, Yvonne und ich schnell ein paar vielsagende Blicke aus und bestellten dann brav, wenn auch etwas zögerlich, noch ein Dessert (weiter 10$). Das Servieren desselbigen wurde dann aber doch noch zum Lacher des Abends: Aryane hatte die Tischreservierung auf den Namen unserer FO Managerin gemacht, da Karen Jackson einfach leichter für die Amis ist als Aryane van der Schepper und Karen eigentlich sowieso vorbei kommen wollte; trotzdem musste jeder von uns grinsen als wir den Teller von Aryane sahen, der mit den Worten „Happy Birthday Karen“ verziert war :-)
Auch der Nachtisch war aller erste Sahne, und so beglichen wir dann doch ruhigen Gewissens die Rechnung. Auch wenn keiner von uns bisher jemals so viel für ein Essen ausgegeben hat....
Nach dem Essen zog es uns Mädels dann noch auf die Bourbon Street, wo wir dann bis in den frühen Morgen in diversen Bars waren, bevor wir dann doch todmüde in unsere Betten fielen.

Am nächsten Tag stand dann schon die nächste Feier vor der Tür. Diedericks ebenfalls 21. Geburtstag! Die Party, ein klassisches Barbecue, sollte abends auf der Dachterrasse stattfinden. Doch bevor es losgehen konnte mussten wir erst noch das Geschenk besorgen. Und da haben sich Nick, sein Kumpel Ringer und ich was ganz Besonderes ausgedacht: bei unserem letzten Wall Mart Besuch war Diederick nämlich so angetan von den Aquarien, dass er sich beinahe ein paar Fische gekauft hätte. Also dachten wir uns: „er will Fische? Na dann kriegt er auch welche!“ Und so sind Nick und ich am Samstagnachmittag noch mal zu Wall Mart gefahren, haben ein kleines Aquarium und drei Goldfische gekauft und sie dann passenderweise auf die Namen Nick, Ringer und Nicole getauft ;-)
Das Gesicht von Diederick, als wir mit den drei neuen Mitbewohnern vor der Tür standen, ist schwer zu beschreiben, aber es war so ne Mischung aus “ich hab’s geahnt“ - „das gibt’s doch nicht“ und „ihr seid ja total verrückt“. Aber gefreut hat er sich riesig, und die Fische waren Gesprächsthema Nummer Eins an dem Abend!!!

Naja und dann? - dann kam der wichtigste aller Geburtstage ;-) Meiner!!!! ;-) An einem 27., so wie jedes Jahr und daher leicht zu merken ;-) Dennoch war es mein aller erster Geburtstag den ich nicht zu Hause gefeiert habe. Und wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich totale Angst davor, dass er total doof wird: sich keiner dafür interessiert und ich ganz alleine zu Hause sitze und vielleicht zum ersten Mal so richtig Heimweh bekomme. Aber Gott sei Dank war genau das Gegenteil der Fall! Ich habe sogar zwei Mal gefeiert: einmal rein und einmal raus!
Nun aber der Reihe nach: Mittwoch Abend, 23 Uhr- der Countdown läuft: nur wir leider nicht, denn Laura, Chris und ich hatten an diesem Abend Spätschicht, und kamen immer noch nicht raus. Das könnte knapp werden, dachte ich mir, als ich um 23.20 erneut auf die Uhr sah. Doch dann endlich konnten wir gehen! Jetzt nur noch schnell umziehen, und dann kann's losgehen. Auf dem Weg zu meinem Appartement klopfte ich noch schnell bei Nick und Ringer an die Tür, damit auch sie sich schnell fertig machten zum Gehen. Zusammen sind wir dann ins Pat O’Bryans gelaufen, einer Bar im French Quarter, wo man schön draußen sitzen kann, und der berühmt berüchtigte „Hurrikane“ verkauft wird... Auf dem Weg dorthin hat sich Nick als spitzen Zeitansager herausgestellt, und mich in den letzten fünf Minuten immer wieder an den Schultern gepackt und ganz aufgeregt geschüttelt („Oh my god, 4 minutes left!!!!“) Und dann plötzlich war es soweit! 0.00 Uhr- ich hatte Geburtstag! Ich konnte es noch gar nicht glauben, auch wenn mir die anderen plötzlich alle mitten auf der Straße gratulierten ;-)
Im Pat O’Bryans blieben wir dann so bis 2 Uhr morgens, aber als wir dann Hunger bekamen entschieden wir uns dafür noch schnell bei Jimanis vorbeizuschauen. Ringer lies auch ein paar Dollar springen, damit ich mir in meiner „special night“ Lieder aus der Musicbox wünschen konnte!!! Laura überreichte mir auch gleich ihr Geschenk (ein Bodyspray und ein Spannbettuch) und überhaupt waren alle total süß. Viel besser hätte der Tag eigentlich gar nicht anfangen können!!!
Am Donnerstag hab ich erst mal richtig schön ausgeschlafen ;-) Die erste Überraschung kam dann von Rochelle, als sie meinte sie wolle heute für mich jamaikanisch kochen. Also gab es gebackene Banane und Corned Beef. War ungewöhnlich aber gut! Dann habe ich auf Kirsten gewartet, die um 15.30 Feierabend hatte. Zusammen haben wir Minitörtchen (wenn schon kein richtiger Geburtstagskuchen) gegessen, und sie hat mir ihr Geschenk gegeben (2 Poster für mein Zimmer).
Abends waren wir dann im Margarita Ville, einem Restaurant das Südseefeeling aufkommen lässt. Die komplette Einrichtung erinnert an eine Strandbar in der Karibik: Palmenblätter, Strohmatten, Papageien, alles ist bunt und blumig und wer erst einen Blick in die Karte wirft und so Dinge wie „Cheesburger in Paradise“ und „Volcano Nachos“ liest, der hat eh schon ganz vergessen wo er eigentlich gerade ist.
Später am Abend (Kirsten und Aryane mussten leider schon ins Bett) waren Nick, Ringer und ich dann aber doch noch mal auf der Bourbon Street, und haben mit Chris, Diederick und Laura, die nach der Spätschicht noch vorbeikamen, die letzten Stunden meines Geburtstages gefeiert!
Ach ja, übrigens, möchte mich auf diesem Wege auch bei allen aus der Heimat bedanken, die an mich gedacht haben. Hab mich über jede einzelne Mail riesig gefreut!!!!!!! Ganz besonders über diese Glückwünsche:
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