Donnerstag, 31. Dezember 2009

All good things come to an end...

Seit einem Monat bin ich nun wieder in Deutschen Landen zu Hause. Und nachdem mich nun schon viele von euch gefragt haben, wie es mir denn nun so die letzten Wochen in Kanada ergangen sei, wie ich mich gefühlt habe, und wie es war nach so langer Zeit wieder nach Deutschland zurück zu kommen, möchte ich euch heute einen kleinen Einblick, oder besser gesagt Rückblick auf das geben, was mir die letzten Wochen vor der Abreise so durch den Kopf ging:

An einem kalten Wintertag irgendwann Anfang November...:

...Der Countdown läuft: Nur noch einen Monat! Vier kurze Wochen, bis mein großes Abenteuer "Leben im Ausland" zu Ende geht. Nur noch etwa 30 Tage und Nächte, die mich davon trennen, nach insgesamt 28 Monaten wieder zurück nach Deutschland zu gehen. Wow! Ich kann kaum glauben wie nah der Tag der Abreise gerückt ist - aber noch viel weniger, dass bereits 28 Monate vergangen sind, seit ich Deutschland verlassen habe.

Fast 2 1/2 Jahre in denen wir alle mindestens zwei Mal Geburtstag hatten, zwei Mal Weihnachten gefeiert haben und zwei Mal in ein neues Jahr gerutscht sind. Zwei Jahre in denen jeder von uns wahnsinnig viel erlebt und sich verändert hat.

Ich weiß nicht wie es bei euch aussieht, aber wenn ich auf meine zwei vergangenen Jahre zurückblicke, dann kann ich trotz der ein oder anderen Unplanmäßigkeit, unvorhergesehenen Ereignissen, vielen ups und downs doch ruhigen Gewissens behaupten, dass es zwei wahnsinnig tolle Jahre waren die mich in vieler Hinsicht geprägt haben, und mir ein Leben lang in guter Erinnerung bleiben werden.

Als ich im Sommer 2007 aufgebrochen bin, war mein Ziel eine "lifetime experience" zu erleben - dieses Ziel habe ich erreicht! Und darüber bin ich nicht nur sehr glücklich sondern vor allem auch sehr sehr stolz! Denn immer einfach wahr es gewiss nicht....

Ich habe viele erlebt, gesehen, gehört, durchlebt, mir erarbeitet und gelernt. Bin um einige Erfahrungen und Erinnerungen reicher und könnte Stunden von all dem erzählen und berichten. Allerdings werde ich euch das an dieser Stelle ersparen :-) Die ein oder anderen Auszüge aus meinem Leben kennt ihr ja eh schon aus diversen Berichten :-)

Naja und jetzt eben nach all der Zeit wieder meine Sachen zu packen und zurück an meinen Ausgangsort zu gehen, bringt gemischte Gefühle in mir hervor. Einerseits freu ich mich natürlich sehr auf zu Hause; freu mich auf meine Familie, meinen Freund, Freunde, gutes deutsches Essen etc. Freu mich auf die Vertrautheit wie sie nur ein Zuhause bieten kann.

Andererseits bin ich aber auch traurig darüber mein neues, dazugewonnenes Zuhause nun wieder verlassen zu müssen. Denn genau das ist Banff, oder Kanada mal ganz allgemein gesagt, geworden. Ein neues, zweites Zuhause!
Ich habe mich in Kanada wahnsinnig wohl gefühlt! Es viel mir sehr leicht mich zu integrieren und anzupassen. Wobei mir "anpassen" hier schon viel zu sehr nach "Arbeit" oder "persönlichem Aufwand" klingt.
Denn genaugenommen viel mir es mir sehr leicht und irgendwie auch zu mich einzuleben. Fast schon so, als müsse es einfach so sein: ich musste mich nicht wirklich "ändern" oder an neue Gepflogenheiten gewöhnen. Hatte kein Problem mit den Menschen und deren Gewohnheiten. Hatte nie das Gefühl in der Fremde, am falschen Fleck, oder irgendwie "anders" zu sein.
Als Ausländer habe ich mich nie gefühlt!

Im Gegenteil: die Menschen, der lifestyle - das alles hat wunderbar zu mir gepasst. Oder aber ich hinein- wie man's eben nimmt.
Denn immer wieder mal hörte ich den ein oder anderen Kanadier zu mir sagen wie "canadianized" ich doch bereits sei, und dass man schon gar nicht mehr merken würde, dass ich ja eigentlich nur eine "Reing'schmeckte" bin :-)
Am schönsten fand ich es immer wenn mich Leute am Telefon fragten, ob ich denn direkt aus Banff sei, oder doch auch aus dem Osten des Landes kommen würde :-)

Diese Art von Komplimenten hat mir nicht nur jedesmal ein Lächeln entlockt, sondern auch sehr schöne Gefühle in mir ausgelöst. Diese warmen Gefühle die einen durchströmen wenn man merkt das man nun irgendwo dazu gehört. In den Kreis aufgenommen wurde und anerkannt wird.

Zusammenfassend bleibt mir also nur noch zu sagen, dass ich absolut nichts bereue. Dass, nach Kanada zu gehen genau die richtige Entscheidung für mich persönlich war, und ich dort mehr gefunden habe, als ich mir nach meiner "Flucht" aus den USA hätte wünschen können. Ich habe dort nicht nur meinen Traum vom "Arbeiten im Ausland" vortsetzen können, sondern habe vielmehr auch ein neues Zuhause gefunden.

Wie es nun weitergehen wird? Nun ja, die ein oder anderen von euch wissen es bereits:

2010 werde ich mir meinen Traum vom Reisen erfüllen! Insgesamt 8 Monate lang werde ich mir die Welt ansehen bzw. Teile davon. Eben ganz nach dem Motto "ich bin jung, und die Welt ist mein Spielplatz" :-)
Auf meinem Plan stehen Mittel- und Südamerika sowie Neuseeland, Australien, die Fijis und Tahiti.
Mit dieser Reise erfülle ich mir selbst einen meiner größten Träume, und dass ich das machen kann verdanke ich ebenfalls meiner Zeit in Banff. Denn die hat es mir möglich gemacht, das dafür nötige Kleingeld anzusparen :-)

Ihr dürft euch also auch in Zukunft weiterhin über neue, spannende und interessante Berichte aus Nicki's Welt freuen.

Samstag, 8. August 2009

Victoria - Day Three

Donnerstag, 16. Juli 2009: Das Ende der Welt- wir haben es kennengelernt!

Für unseren dritten Tag auf Vancouver Island hatten Steffen und ich uns überlegt einen Tagesausflug aus Victoria raus zu machen. Der Plan war Richtung Sooke zu fahren und es uns irgendwo an einer schönen, ruhigen Bucht gemütlich zu machen. Wer weiß, vielleicht würden wir ja sogar etwas baden gehen können?!

Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, machten wir uns auf den Weg. Unterwegs hielten wir ein paar Mal an, um an den ein oder anderen Stellen näher an das Wasser heran zu gehen. Hier waren wir also: direkt am Pazifik! Sowohl für Steffen als auch für mich war das etwas Neues, und glauben konnten wir es wohl beide noch nicht so ganz.

Etwa eine bis eineinhalb Stunden später kamen wir dann in Sooke an. Wir hofften darauf, irgendwo einen Strand zu finden. Allerdings schien es fast so, als wären sämtliche Buchten und Strände an ein Privatgrundstücke gebunden, und für Touristen völlig unzugänglich. Hmmm, so hatten wir uns das irgendwie nicht vorgestellt…
Es muss hier doch irgendwo einen zugänglichen Strand geben – am besten mit freiem Blick auf den weiten Ozean. Schließlich befinden wir uns hier am westlichsten Ende Kanadas. Da muss es doch was geben! Also schauten wir wieder auf die Karte. Ein Stückchen weiter nördlich entdeckten wir einen Ort namens Port Renfrew. Von dort aus, so schien es auf der Karte, hat man bestimmt einen super Blick auf, und direkten Zugang zum Pazifik. Wir beschlossen also weiterzufahren.

Eine Entscheidung, die abenteuerliche Folgen haben sollte!

Als wir Sooke wieder verließen wies ein Schild am Ortsausgang darauf hin, dass die nächste Tankstelle 65 km entfernt wäre. “Super” dachten wir uns. Jetzt wissen wir nicht nur ganz genau wie weit wir fahren müssen, sondern können dann in Port Renfrew auch nochmal voll tanken, bevor wir dann wieder nach Hause fahren würden.

Je weiter wir fuhren umso mehr fuhren wir ins Nichts! Es wurde waldiger und immer einsamer um uns herum. Teilweise waren wir die Einzigen unterwegs auf der Strecke. Die Straßen wurden unebener und holpriger. Merkwürdigerweise entfernten wir uns auch immer mehr vom Wasser?! Komisch, so sah das auf der Karte gar nicht aus… Aber naja, fahren wir halt mal auf der Straße weiter. Eine andere gab es ja sowieso nicht!

Etwa eine Stunde später kamen wir an ein paar Häusern, oder sollte ich eher sagen “Hütten” vorbei. Es ging über eine kleine Brücke, und dann schon wieder rein in den dichten Wald. Es ging auf schotterigen Straßen Berge hoch und wieder runter. Ab und an begegnete uns mal ein entgegenkommendes Fahrzeug. Aber sonst war um uns rum weit und breit Nichts. “Also, das muss doch jetzt hier irgendwann mal kommen…” dachten wir uns beide. Vor allem als unser Auto dann so langsam aber sicher durstig wurde…
Den Kilometerzähler immer im Blick fuhren wir weiter- folgten der Straße ins Nirgendwo.

Nach ein paar Kilometern hörte die Straße dann auf einmal auf! Überrascht wechselten Steffen und ich ein paar Blicke. Ähm, wie jetzt? Haben wir irgendwas verpasst? War da irgendwo eine versteckte Abzweigung oder irgendein Schild das wir übersehen haben? Und überhaupt, wo ist denn nun Port Renfrew und der Ozean? Mitten im Nirgendwo, umgeben von Wald standen wir da, auf einer Art Parkplatz und wussten nicht weiter. So war das irgendwie nicht geplant!
Ach ja, und das hier weit und breit natürlich auch keine Tankstelle zu sehen war, brauche ich denke ich nicht dazu zu sagen!

Wir stiegen aus und schauten uns ein wenig um. Hofften drauf irgendwo ein Schild zu finden, das Licht ins Dunkel bringen würde. Aber etwas anderes als ein paar Wanderwege schien es hier wirklich nicht zu geben. Als ich einen Motorradfahrer auf der anderen Seite des Parkplatzes sah, ging ich hin und sprach ihn an. Hoffend, er würde sich hier besser auskennen als wir zwei.
Ich dachte erst ich hätte mich verhört, als er auf meine Frage “wo hier die nächsten Tankstelle sei” mit “Sooke” antwortete. Wie bitte?! Und was ist mit dem Schild “nächsten Tankstelle in 65 km”? Verwirrt schaute ich ihn an. Als ich ihm von diesem Schild erzählte und ihn daraufhin nochmal fragte ob er denn nicht doch vielleicht noch von einer anderen Tankstelle wüsste, meinte er “hmm, es gibt da noch so ne kleine Tanke am Hafen von Port Renfrew. Die hat aber nicht immer offen. Und mal hat sie Benzin, und manchmal auch nicht”
Na toll! Das sind ja super Aussichten! Aber was soll man machen wenn man es nicht riskieren möchte auf dem Heimweg liegenzubleiben? Wir ließen uns also den Weg erklären und fuhren los.

Die Suche nach der Tankstelle stellte sich wieder als sehr interessant und abenteuerlich heraus. Erstmal mussten wir wieder zurück nach Port Renfrew. Ja richtig – die paar Hütten von denen wir es schon hatten - dann ging es wieder quer durch die Wildnis. Hatte er nicht gesagt “Hafen”? Also hier sah es nach allem anderen aus als Küste! Mal schauen wo das noch hinführt…
Eine gefühlte Ewigkeit und unzählige Kilometer später (wenn wir gewusst hätten wie lang sich das zieht, hätten wir auch gleich zurück nach Sooke fahren können), hörte die Straße dann wieder an so einer Art “Campingplatz” auf. Da auch hier nichts auch nur einer Tankstelle ähnlich sah, fragte ich wieder jemanden um Hilfe. Die Tankstelle befände sich “gleich da drüben” sagte mir die Frau und zeigte mit dem Finger auf einen großen Tank.

Und so sieht sie aus, die einzige Tankstelle in ganz Port Renfrew:

Etwas ahnungslos standen wir vor dem Tank und der “Zapfsäule” als der Besitzer kam und uns zur Hilfe eilte. Für wieviel wir tanken wollten war seine Frage an uns. Der Liter wäre $1.20. *schluck* (Ok, euch Deutschen mag das ja jetzt günstig erscheinen, erst recht wenn man das noch in Euro umrechnet- aber wenn man bedenkt das der Liter Benzin hier normalerweise um die $1 kostet, dann ist $1.20 der totale Wucher) Aber wir wollen ja mal nicht meckern, wo wir doch schon froh sind, dass wir überhaupt was kriegen. Um es einfach zu machen, sagte ich “für $12 ist ok”. Er kassierte gleich ab, und zückte dann, zu meiner Begeisterung seinen Taschenrechner. Als er sich dann mathematisch abgesichert hatte, dass er uns genau 10 Liter (und keinen Tropfen mehr) Benzin schuldete, betankte er endlich unser durstiges Auto. Während ich ihm beim Tanken zusah, dachte ich mir so, dass es doch bestimmt lustig gewesen wäre wenn ich einen anderen Betrag genannt hätte. Wie zum Beispiel $10.00, oder $13.59…
Ob er uns wirklich auf die Kommastelle genau betankt, oder doch eher vom Hof gejagt hätte? Ich werde es, sollte ich mich mal wieder in dieses Kaff verfahren ausprobieren.

Mit 10 Litern Benzin und einem beruhigten Gewissen fuhren wir dann wieder zurück nach Port Renfrew. So langsam knurrten auch unsere Mägen und wir wollten schauen ob vielleicht eine der Hütten etwas Essbares bot. Schließlich mussten die Menschen die in dieser Einöde lebten doch auch von irgendetwas leben. Wir kamen an einem kleinen Imbiss vorbei. Es saßen schon ein paar Leute auf der Terasse was wir als “ein gutes Zeichen” bewerteten. Wir bestellten Hamburger und bekamen kurz darauf auch einen riesen Burger und jede Menge country potatoes dazu serviert. Und naja, was soll ich sagen: einen Stern wird der Koch damit zwar nicht bekommen, aber es hat satt gemacht.

Nachdem wir gegessen hatten beschlossen wir wieder zurück nach Sooke zu fahren. Denn baden gehen (oder sonst irgendetwas machen) konnte man hier auch nicht. Vielleicht hätten wir beim zweiten Mal mehr Glück.
Als wir so gegen 17 Uhr wieder in Sooke ankamen, parkten wir das Auto und fragten bei der Touristen Information nach, wo man am besten baden gehen koennte. Wir bekamen ein Karte und mehrere Möglichkeiten zur Auswahl.

Begeistert und erleichtert endlich zu wissen wo wir hingehen könnten, machten wir uns auf den Weg zu einem der Strände. Wir fuhren nochmal ein ganzes Stück, bevor wir endlich ankamen, aber wurden dafür mit hellem Sandstrand und klarem Wasser belohnt.
Den Plan vom Baden strichen wir zwar recht schnell, als wir merkten wie eisig kalt das Wasser ist, aber so ein bisschen mit den Füßen rein zu gehen war dann doch drin. Wir blieben eine ganze Weile an dem Strand, genossen die Abendsonne, die Landschaft und Ruhe bevor wir uns dann schließlich wieder auf den Rückweg nach Victoria machten.
Sooke and Port Renfrew


Montag, 27. Juli 2009

Victoria - Day Two

Dienstagabend, 14. Juli 2009: Erst Suchen dann Buchen

In Victoria, so scheint es, ist man überall von Wahlen umgeben. Sein es bunt bemalte Orca-Statuen die in Parks und an öffentlichen Plaetzen aufgestellt sind, oder aber die unzähligen Werbeplakate, Banner und Broschüren für Whale watching Ausfahrten, die überall hängen oder ausliegen. Ganz klar also, dass whale watching auch bei Steffen und mir ganz oben auf unserer to do Liste stand.

Vorgenommen hatten wir uns eine solche Tour für unseren zweiten Tag in Victoria, also den Mittwoch. Allerdings kommt man sich bei den vielen Anbietern recht schnell ein wenig überfordert vor. Welchen soll man nehmen? Wer ist der Beste? Wer macht das beste Angebot? Wo kriegt man am meisten für’s Geld? Da wir beide keine Ahnung hatten, wonach wir denn nun eigentlich genau suchten, fragten wir an der Rezeption nach was man uns dort empfehlen könnte. Ohne zu zögern konnte mir das Mädel am Empfang gleich zwei companies nennen, mit denen sie selbst auch schon raus gefahren ist und sehr zufrieden war. Mit zwei Broschüren und einem Stadtplan bewaffnet, machten Steffen und ich uns also noch am selben Abend auf den Weg unsere Tour für den nächsten Tag zu buchen.

Von der Rezeptionistin hatten wir noch den Tip bekommen eine Nachmittagstour zu buchen, da die Chance, auf dieser auch wirklich Wahle zu sehen, wohl am größten sei. Was ja auch irgendwo Sinn macht: die Gruppe am Morgen fährt raus und sucht erstmal, die am Nachmittag weiß schon wo sie hin muss… :-))
Aufgrund der Bilder von den Booten und der Aufmachung des Prospekts, hatten Steffen und ich schnell einen Favoriten gefunden, bei dem wir buchen wollten. In deren Büro angekommen, wurden wir allerdings leider darüber aufgeklärt, dass die Nachmittagstour für den nächsten Tag bereits ausgebucht war. Auf Empfehlung der Angestellten suchten wir dann eine andere Firma auf, die in etwa die selbe Art von Ausflug anboten, und auch nur einen Block entfernt war.
Bei 5 Star Whales hatten wir mehr Glück: die 14 Uhr Tour hatte nicht nur genügend freie Plätze verfügbar, sondern war auch noch 10 Dollar günstiger als der erste Anbieter :-) Na wenn das kein guter Start ist :-)

Mittwoch. 15. Juli 2009: Der Traum vom Whale Watching wird wahr!

Da die Tour erst nachmittags losgehen sollte beschlossen wir am Mittwochmorgen noch eine kleine Runde durch den nah gelegenen Beakon Hill Park zu gehen. Der Park wurde 1882 angelegt, ist seitdem fester Bestandteil Victorias und ein beliebtes Ziel nicht nur für Touristen.

Wunderschön angelegt, mit zahlreichen Blumenbeeten, gigantischen Bäumen, Teichen und Seen, Springbrunnen und einem Streichelzoo bietet der Park alles was man braucht um sich vom hektischen Stadtleben zu erholen. Wir verbrachten etwa 2 Stunden im Park bevor wir wieder ins Hotel zurückgingen um eine Kleinigkeit zu essen und uns umzuziehen.
Beakon Hills Park

Denn auch wenn es an diesem Tag zwar wunderschön und auch wirklich warm draußen war, würde es auf dem Wasser sehr kalt werden. Als wir die Tour am Abend zuvor gebucht haben, wurde uns gesagt, dass es draußen auf dem Wasser gut und gerne mal locker 10 Grad kühler sein würde als am Festland. Wenn nicht sogar noch frischer… Na das kann ja heiter werde :-)

Um 14 Uhr trafen wir uns dann mit den anderen Teilnehmern in dem Büro von 5 Star Whales. Nachdem sämtliche Teilnehmer in 2 Gruppen aufgeteilt waren ging es los. Zu Fuß machten wir uns auf zu den Booten mit denen wir raus in tiefere Gewässer fahren würden. Wir suchten uns also alle einen Platz und machten es uns erstmal an Deck bequem. Nach etwa einer Stunde verlangsamte das Boot seine Geschwindigkeit. Unzählige Boote um uns und die umliegende Küste herum waren ein eindeutiges Zeichen dafuer, dass es hier etwas zu sehen gab. Gespannt schauten alle auf die Wasseroberfläche....

Und da, auf einmal konnte man sie sehen: schwarze Rückenflossen die schnell durchs Wasser glitten. Immer wieder mal sah man einen Kopf auftauchen mit der unverkennbaren Schwarz-Weissen Musterung wie sie alle Orcas haben. Es waren bestimmt an die 15 Tiere die nur wenige Meter von uns entfernt schwammen.
Naja was heißt wenige Meter… Sie waren nicht so nah wie man es sich immer vorstellt, oder es einem in Prospekten vorgemacht wird. Der Grund dafür ist aber nicht etwa, dass die Boote nicht näher ran könnten, sondern, dass sie schlicht und einfach nicht näher an die Tiere dürfen. Es ist einem Boot schlichtweg verboten näher als 100 yards (400-500m) an die Tiere heranzuschippern. Kommt ein Wahl auf sie zu, dann müssen sie zurück oder in eine andere Richtung ausweichen. Diese Bestimmung macht ein hautnahes Zusammentreffen mit den Tieren zwar unmöglich, ist aber meiner Meinung nach durchaus berechtigt und angebracht. Aber dank der heutigen Technik und Vielfachzooms in Kameras konnte man auch so viele gute Bilder machen. Das heißt, wenn man schnell genug war, und im richtigen Moment abgedrückt hat ;-)

Hier das Erlebte in Bildern:
Whale Watching

Wir blieben so etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde bei den Wahlen und folgen ihnen wo auch immer sie hinschwammen. Dann machten wir uns auf den Rückweg. Die Fahrt zurück an Land war eisig kalt. Kein Wunder also, dass sich so ziemlich jeder ins Boot zurückzog, wo uns von den Mitarbeitern von 5 Star Whales durch einen kleinen Vortrag Einblick in die Lebensweise und das Verhalten der Orcas gegeben wurde.

Als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, gingen Steffen und ich ins Hotel zurück. Dort verbrachten wir erst noch eine Weile im Pool, bevor wir uns dann zum Essen aufmachten. In einem schönen Restaurant nicht weit vom Hafen, hatten wir bereits am Mittag einen Tisch reserviert, so dass Steffen an diesem Abend, dann auch noch den zweiten Punkt auf seiner to do Liste abhaken konnte: einmal einen ganzen Hummer essen! :-)

Victoria, here we come

Dienstag, 14. Juli 2009: Vom einsamen Sun Peaks ins turbulente Victoria

Die Freude stieg und die Neugier auf Victoria wuchs ins Unermessliche als wir am Dienstagmorgen zum vorerst letzten Mal ins Auto stiegen. Uns trennten nur noch etwa 500 Kilometer von unserem endgültigen Urlaubsziel und schon an diesem Abend würden wir den Ozean sehen können!

Früh ging es wieder aus Sun Peaks los. Erst Richtung Süden, dann gen Westen. Ziel der heutigen Fahrt war Tawaassen. Ein Ort südlich von Vancouver, von dem aus die Fähre ging die uns nach Swartz Bay auf Vancouver Island bringen würde. Der Weg dorthin stellte sich wieder als landschaftlich sehr vielseitig und abwechslungsreich heraus.

Von trockenen, steppenähnlichen Weiten, fuhren wir über dichtbewaldete Hügellandschaften immer weiter ins Grüne. Die Luft schien zunehmend feuchter zu werden und in Hope, wo wir einen kleinen Zwischenstopp einlegten, sah es sogar fast so aus als läge es mitten im Dschungel. Hohe, dicht bewaldete, wolkenverhangene Berge umgaben diesen kleinen Ort, der sich in etwa auf der Hälfte der Strecke befand.

Dem dichten Wald folgten dann, je näher wir der Küste kamen, künstlich bewässerte saftige Wiesen, Obstplantagen und viel Weideland. Eine Pferdekoppel grenzte an die andere und viele Blumen wuchsen an den Straßenrändern.

Einen zweiten Zwischenstop legten wir in Abbotsford ein. Dieser Ort liegt direkt an der Landesgrenze zu den USA, und wir dachten es wäre doch nett da eben vorbeizuschauen, wo wir doch eh schon in der Nähe waren. Wir parkten also das Auto in einer Seitenstraße und machten uns zu Fuß auf zum Grenzübergang. Wir liefen so weit bis Schilder darauf hinwiesen, dass es nun gleich in die Staaten gehen würde. Da wir ja keinerlei Intention hatten die Grenze zu überschreiten und überhaupt auch gar nicht unsere Pässe dabei gehabt hätten, blieben wir auf der kanadischen Seite und beobachteten ein wenig das Geschehen.

So interessant Landesgrenzen sein können, so beängstigend sind sie zugleich. Ich weiß nicht ob es an all den ernst dreinblickenden, bewaffneten Officers lag die hier arbeiteten, oder an meine eigenen Erfahrungen mit den Amerikanischen Grenzbehörden, aber irgendwie hatte ich einfach ein mulmiges Gefühl im Magen und wollte dann möglichst schnell wieder weg. Noch ein schnelles Bild mit den beiden nebeneinander aufgestellten Nationalflaggen und dann machten wir uns wieder auf den Weg zum Auto. Als wir an einem der Verwaltungsgebäude vorbei gingen, kam uns ein Officer entgegen. Nichtsahnend nickten wir ihm freundlich zu, und liefen weiter. Plötzlich sprach er uns an: "wir müssten in dieses Gebäude reingehen". Verdutzt blieben wir stehen- wie bitte? Ihr müsst da rein gehen, wiederholte er etwas genervt. Wir dachten erst er mache Witze und verarsche uns.
Als könne er Gedanken lesen wiederholte er dann zum dritten Mal "ich mache keine Witze. Ihr kommt gerade aus dieser Richtung zurück, habt euch damit hinter diesem Gebäude hier aufgehalten, das bedeutet ihr müsst da rein und euch wieder anmelden"

In diesem Moment hätte ich schwören können, ist mir das Herz stehen geblieben. Mein einziger Gedanke war "das darf doch nicht wahr sein!! Das gibt es doch gar nicht! Wir haben doch gar nichts gemacht!" Zig Fragen überschlugen sich in meinem Kopf: was würde passieren wenn wir zu einem der Beamten an den Schalter gehen würden? Würde er uns laufen lassen, wenn wir ihm erklärten, dass wir uns wirklich keiner Schuld bewusst sind und einfach nur ein Foto machen wollten? Wenn es ein Netter ist, vielleicht... Schließlich sollte man doch meinen, dass die Damen und Herren dort wichtigeres zu tun hätten als Touristen zurecht zu weisen. Aber was, wenn er oder sie heute einen schlechten Tag hat, ihr oder ihm unsere Nasen nicht gefallen, oder sie einfach nur streng die Regeln befolgen?

In diesem Falle würde ein Alptraum wahr werden. Ich mein, ohne Pass oder anderweitige Papiere kommen wir weder in die USA noch zurück nach Kanada. Vor meinem inneren Auge sah ich bereits wie man uns stundenlang festhalten und befragen würde...
All diese Gedanken schossen mir in Sekundenbruchteilen durch den Kopf. Der Beamte stand immer noch vor uns. So gelassen wie möglich bestätigte ich ihm dann dass wir seinen Anweisungen folgen würden und betrat mit Steffen das Gebäude.
Der Officer ging weiter. Als wir das sahen, beschlossen wir noch einen Moment zu warten und dann einfach wieder zu gehen. Gesagt getan: eine gefühlte Ewigkeit später verließen wir wieder das Gebäude und liefen schnell zum Auto. Spätestens jetzt wollten wir beide nur noch nichts wie weg!

Bis heute weiß ich noch nicht so genau wo denn nun eigentlich das Problem gelegen hat und warum wir in dieses Gebäude hätten gehen sollen. Wir sind niemals offiziell aus Kanada ausgereist und der Grenzübergang für Autos und Fußgänger lag noch mindestens 100m entfernt. Es hat nichts, aber auch gar nichts darauf hingewiesen dass dieses Gebäude die inoffizielle Landesgrenze ist, und man sich dahinter quasi im Niemandsland befinden würde. Denn sollte das der Fall gewesen sein, dann wäre es vielleicht wirklich hilfreich für Fußgänger das irgendwie anzuzeichnen. Denn sonst läuft man echt mal eben ohne es zu wissen einen Schritt zu weit...
Hmmm, vielleicht könnte ich das ja beim nächsten Mal mal vorschlagen. Allerdings habe ich ehrlich gesagt vorerst keinerlei Interesse daran nochmal mit irgendwelchen Grenzbeamten zu verkehren :-)

Nach diesem kleinen nervenaufreibenden Abenteuer ging unsere Fahrt dann aber Gott sei Dank harmlos weiter :-)
Je näher wir allerdings der Küste kamen, umso dichter wurde der Verkehr. In, oder zumindest in der Nähe, einer Großstadt Auto zu fahren ist schon was anderes als hier im Park. Das haben Steffen und ich ganz schnell gemerkt. Waghalsige Fahrmanöver wie sie im Nationalpark üblich sind (mitten auf dem Highway stehenbleiben, vielleicht sogar rumdrehen oder rückwärtsfahren nur um einen Bären zu fotographieren) waren hier nicht mehr drin. Und auch an die ganzen Ampeln, die alle 200 Meter aufgestellt waren, mussten wir uns erst wieder gewöhnen. „Man ist das nervig!“
Und dann gibt es da auch noch so viele Straßen... Da muss man ja richtig aufpassen wo man hinfährt. Das war im Park alles viel einfach. „Fährst du einfach nur geradeaus“
Aber hier, da muss man sich richtig konzentrieren. Und kaum guckt man einmal nicht richtig hin, ist man schon falsch. Diese Erfahrung haben Steffen und ich auch gemacht, als wir auf der Suche nach dem Terminal für die Fähren waren. Denn als plötzlich die Straße auf der wir fuhren in einer Sackgasse endete wussten wir, dass da irgendwo was schief gelaufen war. Also wieder zurück und weitersuchen.

Aber nach einer kleinen Irrfahrt haben wir es dann doch gefunden. Schnell noch ein Ticket für die Fähre gekauft und uns dann ganz entspannt an Deck dieses riesen Schiffes gesetzt. Schonmal etwas Seeluft geschnuppert und Sonne getankt. Ach ist das schön!
Nach eineinhalb Stunden Überfahrt hat dann die Fähre am Hafen von Swartz Bay wieder angelegt und wir sind unsere letzte Etappe von 30 Kilometern angetreten.

Am Nachmittag kamen wir in unserem Hotel, dem Royal Scot, an. Nachdem wir kurz unser Zimmer angeschaut und unser Gepäck verstaut haben, gingen wir auf Erkundungstour. Wir verschafften uns einen ersten Überblick über die Stadt, buchten bereits unsere Whale Watching Tour für den nächsten Tag, kauften ein paar Lebensmittel ein und suchten uns ein schönes Restaurant. Nach dem Abendessen in der Spaghetti Factory und einem kleinen Spaziergang am Hafen entlang fielen wir dann schließlich müde ins Bett.

Sun Peaks - Victoria

Still on the road...

Montag, 13. Juli 2009: Von Jasper nach Sun Peaks: Eine Reise ins Nirgendwo

Nach einer erholsamen Nacht, ging unsere Reise am nächsten Morgen weiter. Die heutige Tour sollte uns nach Sun Peaks bringen, einem kleinen Skiort bei Kamloops, das ungefähr auf der Hälfte der Strecke lag.

Gegen 9 Uhr fuhren wir los. Schon nach kurzer Zeit verließen wir nicht nur Alberta und fuhren in die Provinz British Columbia, sonder erreichten auch die Time Zone, also die imaginäre Grenze an der die Uhr eine Stunde zurückgestellt wird. Unsere Uhren tickten nun nicht mehr nach General Mountain Time, sondern bereits nach Pacific Time.

Aber nicht nur eine neue Provinz oder das Umstellen der Uhrzeit brachte merkliche Veränderung. Auch die Landschaft änderte sich drastisch. Je weiter wir fuhren umso flacher und trockener wurde es. Teilweise sah es so aus als hätte es hier bereits seit Monaten nicht mehr geregnet. Das Gras war braun, Bäume vertrocknet. Es schien fast so, als ob je weiter wir fuhren, die Landschaft immer kläglicher wurde. Vorbei mit Seen, Flüssen, Wasserfällen, saftigen Wiesen und eisbedeckten Bergspitzen. Stattdessen, steppenhafte, ewige Weiten.

Einmal kamen wir an einem Ort vorbei, dessen Name nicht zu viel versprach: Black Pines. Und tatsächlich reihte sich hier schwarzes Baumgerippe an das andere. Es sah aus wie nach einem mächtigen Waldbrand - ein richtiger Baumfriedhof. Wirklich schön war es nicht, aber doch irgendwie faszinierend....

Irgendwann nachmittags kamen wir dann in Sun Peaks an. Einem Ort irgendwo im Nirgendwo! Mit einer einzigen, ewig langen Zufahrtsstrasse mitten durch’s Nichts lag Sun Peaks auf einem Hügel auf dem im Winter wahrscheinlich der Bär steppt. Im Sommer allerdings erinnert der Ort eher an „Europapark nach Feierabend“. Super schön, wunderbar gepflegt und hergerichtet, fast schon irreal, aber total ausgestorben.

Bis auf die Einwohner, die wahrscheinlich allesamt in der Hotelerie oder Gastronomie arbeiten, war dort wirklich niemand! Im Restaurant saßen außer uns vielleicht noch eine Handvoll andere Leute, und auf dem menschenleeren Weg zur Eisdiele begegnete uns gerade mal ein Pärchen!!!

Aber ein Gutes hatte das Ganze ja: die Hottub auf der Außenterrasse unseres Hotels, der Hearthstone Lodge, gehörte an diesem Abend nur uns beiden!!!

Und so ging auch unser zweiter Urlaubstag gaaaanz entspannt zu Ende :-)))

Jasper- Sun Peaks

Sommerzeit ist Urlaubszeit

Und ab Sonntag den 12. Juli war es auch für mich endlich wieder soweit die schönste Zeit des Jahres genießen zu können. Eine Woche Sommerurlaub stand vor der Tür! Und da dies mein erster richtiger Urlaub, inklusive Kofferpacken, seit 2006 war, könnt ihr vielleicht erahnen, wie sehr ich mich auf diesen gefreut habe!!!
Reiseziel war das wunderschöne Victoria auf Vancouver Island. Weit weg von Banff, und direkt am Pazifik - dorthin sollte es mich dieses Jahr bringen.

Und nicht nur mich. Denn zusammen mit Steffen, der zu diesem Zeitpunkt bereits seit einer Woche hier in Banff war um mich zu besuchen, habe ich mich am Sonntag auf den Weg gemacht. Und wie so oft war auch in diesem Falle der Weg das Ziel. Denn für die in etwa 1200 km, wollten wir uns drei Tage Zeit nehmen. Ein richtiger Roadtrip eben!

Natürlich möchte ich euch dieses Erlebnis nicht vorenthalten, sondern euch an dieser wunderschönen Reise teilnehmen lassen. Aber da wir beide wirklich viel gemacht und erlebt haben, und es unmöglich wäre das alles in einem Bericht zusammenzufassen, werde ich euch unseren Trip in Etappen näher bringen. Ganz genauso wie wir ihn auch erlebt haben.

Seid ihr bereit? Na dann kann es ja losgehen!

Sonntag, 12. Juli 2009: Auf dem Trans Canada Highway von Banff nach Jasper


Nachdem wir am Sonntagmorgen das Mietauto abgeholt hatten ging es so gegen 10 Uhr los. Unsere erste Etappe führte uns über den Icefield Parkway nach Jasper. Wir hatten super Glück mit dem Wetter, und noch größeres, als wir kurz vor Lake Louise durch andere Autofahrer am Straßenrand, auf einen Schwarzbären hingewiesen wurden, der sich gerade auf seinem Weg zurück in den Wald befand. Schnell schossen wir so viele Bilder wie möglich um dieses Ereignis für die Ewigkeit festzuahlten. Dann ging es weiter.

In Lake Louise nahmen wir uns die Zeit für einen kleinen Spaziergang am Ufer des Sees entlang und ein paar mehr Fotos.
Dann ging es weiter Richtung Norden. Die Berge wurden höher, das Eis darauf dicker, die Landschaft rauer.

Am Columbia Icefield legten wir einen erneuten etwas längeren Zwischenstop ein. Kalter Wind wehte uns durch die Haare, während wir uns unseren Weg durch die Steinwüste zum Gletscher bahnten. Wieder klickten die Fotoapparate und nach einer kleiner Weile ging es zurück zum Auto. Schließlich hatten wir erst die Hälfte der Strecke zurückgelegt.

Am späten Nachmittag kamen wir dann in Jasper an. Nachdem wir im Sawridge Inn, einem Hotel in dem ich glücklicherweise durch einen FAM Trip eine gratis Übernachtung bekommen konnte, eingecheckt und den Pool ausprobiert hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Restaurant. In einem nahegelegenen Pub fanden wir was wir gesucht hatten: ein nettes Ambiente und eine gut klingende Speisekarte luden ein ausprobiert zu werden.

Nach dem Essen wollten wir dann noch eine kleine Runde drehen bevor wir wieder ins Hotel zurück gingen. Steffen und ich hatten beide im Vorfeld mal auf der Karte einen nahegelegenen See entdeckt zu dem wir an diesem Abend noch laufen wollten. Jedoch war auch nach einer halben Stunde Suchen weit und breit kein See in Sicht und wir beschlossen im Hotel mal zu fragen wo man denn jetzt noch schön hingehen könnte. Die Antwort der Rezeptionistin kam schnell: Patricia Lake! Nur etwa 15 Autominuten entfernt und der perfekte Ort um einen schönen Sommertag ausklingen zu lassen. Na das klingt doch gut.

Also fuhren wir nochmal los. Eine viertel Stunde später stellten wir das Auto ab und liefen los. Nach einer kleinen Weile sahen wir eine Traube von Menschen, die alle den Hang hochzuschauen schienen. Neugierig was es wohl zu sehen gab stellten wir uns dazu und folgten den Blicken. Wir hörten jemanden sagen, dass dort oben wohl ein Bär sei, und plötzlich sahen wir ihn auch. Ein zimtfarbener Schwarzbär, nur wenige Meter von uns entfernt! Und wieder klickte der Fotoapparat! Zwei Bären an einem Tag, das hatte ich bisher auch noch nicht erlebt! Das Glück schien mit uns zu reisen.

Nachdem der Bär verschwunden war, liefen wir weiter. Nach etwa 10 Minuten erreichten wir das Ufer des Sees. Der See lag ruhig in der Abendsonne und lud zum Schwimmen ein. Da wir keine Badesachen dabei hatten, gingen wir allerdings nur mit den Füßen ins Wasser. Es war kalt aber erfrischend. Wir blieben eine ganze Weile im Wasser, schauten auf ein fantastisches Panorama, genossen die Stille und Einsamkeit und ließen so unseren ersten gemeinsamen Urlaubstag entspannt ausklingen.
"Wenn es so weitergeht wie es angefangen hat, dann kann das nur ein super Urlaub werden" war einer der letzten meiner Gedanken an diesem Abend.

Banff - Japer

Dienstag, 17. Februar 2009

FAM Trip No. 3 - Icewalk im Johnson Canyon

Wie bereits in meinem letzten Bericht angekündigt möchte ich euch heute meinen dritten FAM Trip vorstellen: den Ice Walk im Johnston Canyon.

Organisiert wurde dieser Trip von Banff Adventures, und neben mir hatte aus unserem Hotel noch Felix das Glück daran teilzunehmen zu können.

Doch was genau ist eigentlich ein Icewalk?

Ganz einfach: unter einem Icewalk versteht man eine Wanderung durch einen Canyon, der eben total vereist ist :-)

Eigentlich kann man ganzjährig durch den Canyon laufen, und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dieser auch im Sommer bereits ein beeindruckendes Erlebnis ist. Im Winter allerdings, zählt er zu den kühnsten Wanderrouten im Banff National Park, und man muss sich buchstäblich warm anziehen ;-)

Durch die eisigen Temperaturen, die hier im Winter herrschen, verwandelt sich die komplette Schlucht in eine gefrorene Welt. Der Johnston Creek, der durch den Johnston Canyon fließt, ist dann beinahe komplett zugefroren, und die sonst so schroffen Felswände werden mit einer blau schimmernden Eisschicht überzogen.

Die Hauptattraktion und Ziel dieser Wanderung sind allerdings die 30 Meter hohen Upper Falls, die trotz der gewaltigen Fließkraft des Wassers fast völlig zu Eis erstarren! Nur wenn man genau aufpasst, kann man das Wasser hinter der dicken Eisschicht noch sehen und vor allem hören.

Und genau dieser, etwa 6 km lange Icewalk durch den Canyon zu den Upper Falls, war das Ziel dieses Tagesausflugs.

Mit einem Tourbus fuhren wir und noch etwa 10 andere Teilnehmer zu der in etwa 30 km entfernten Schlucht. Dort angekommen wurde jeder von uns mit sogenannten ice cleats ausgestattet. Darunter zu verstehen sind stollenartige Solen, die unter die Schuhe geschnallt werden um nicht so leicht ins Rutschen zu kommen. Nachdem sich also jeder eine extra Portion Sicherheit unter die Füße geschnallt hatte ging es los :-)


Der Weg durch den Canyon führt über Stahlwege die in die Felswände eingebaut sind. Links und/oder rechts davon kann man in die Tiefe schauen und im Sommer dabei zusehen wie und wo sich das Wasser seit Jahrtausenden seinen Weg bahnt.

Im Winter allerdings ist man von allen Seiten von Schnee und Eis umgeben. Das Gute an dem Schnee ist, dass alles und jeder Spuren darin hinterlässt. Und mit Hilfe unseres guides, der ein echter Spurenkenner war, wusste bald jeder von uns wie die Abdrücke von Füchsen, Rehen, Eichhörnchen und anderen Tieren aussahen.

Allerdings waren die Spuren im Schnee das, was uns am wenigsten interessiert hat :-) Schon viel mehr Aufmerksameit bekamen da all die Eiszapfen, die wie riesen große bizarre Eisskulpturen von den Felswänden hingen oder hervorstanden.


Nach etwa 30 Minuten kamen wir an den Lower Falls an, den ersten etwas kleineren Wasserfällen im Canyon.

Durch einen kleinen Tunnel der durch den Feldsen gehauen wurde, ist es möglich ziemlich nah an die Fälle heranzutreten. Dadurch konnte man einen guten Blick auf das Eis werfen, dass sich dort gebildet hat. Wenn man genau hingesehen hat, konnte man dort auch sehen, wie sich das Wasser nach wie vor noch seinen Weg hinter dem Eis entlang gebahnt hat.

Nachdem jeder die Möglichkeit genutzt hatte durch den Tunnel an die Fälle heranzutreten, ging die Wanderung weiter. Tiefer in die Schulcht hinein. Bis zu deren Ende- den 30 Meter hohen Upper Falls. Ebenso wie die Lower Falls waren auch diese fast komplett zu Eis erstarrt, und boten einen atemberaubenden Anblick. Jeder von uns der um die letzte Kurve herum zu dem Aussichtspunkt kam, blick dort erstmal wie angewurzelt mit offenem Mund stehen :-) Wie eine riesige, weiße Wand hat sich das Eis vor uns aufgebaut. Da Johston Canyon im Winter ein herrvoragendes Gelände zum Eisklettern bietet, waren auch an diesem Tag einige Kletterer am Fuße des Wasserfalls zu beobachten.

Wir blieben alle noch eine Weile an den Fällen stehen, tranken heiße Schokolade und aßen dazu leckere Cookies, bevor wir uns schließlich wieder auf den Rückweg machten. Im Tourbus ging es dann wieder müde, erschöpft und durchgefroren zurück nach Banff.

Johnson Canyon

Donnerstag, 8. Januar 2009

FAM Trips sind das Größte!!!

Eine schöne Seite des Hotelbusiness ist, dass man als Mitarbeiter immer wieder mal die Möglichkeit bekommt Dinge gratis ausprobieren und tun zu dürfen, für die man als Gast oder Tourist sonst ein Heidengeld liegen lassen muss. ;-)
Ermöglicht wird einem das durch sogenante FAM Trips. Organisiert werden diese Trips meist von diverse Unternehmen aus der Tourismusbranche. FAM steht kurz für „familiarize“- also „sich mit etwas vertraut oder bekannt machen“. Und damit hätten wir auch schon rausgefunden, worum es bei diesen Trips geht: Hotelmitarbeiter sollen, in dem sie es einmal selbst ausprobieren dürfen, mit dem „Produkt“ das angeboten wird vertraut gemacht werden, so dass sie es dann ihren Gästen weiterempfehlen können. Wenn man das so liest, dann klingt das wahrscheinlich relativ trocken und langweilig; wohl mehr nach einer Schulung mit langwierigen Präsentationen etc. Wenn man nun aber bedenkt, dass sich hinter diesen „Produkten“ so Dinge wie Dogsledding, Skifahren, Snowmobilin, Wildwaterraften, ice climbing usw. verbirgt, dann wird schnell klar, dass das ein riesen Spaß ist, und von Mitarbeitern auch gerne angenommen wird. :-))) Ich habe bisher an drei solcher FAM Trips teilgenommen. Und um euch einen kleinen Einblick zu geben was ich dabei so erlebt habe, will ich heute schonmal einen kleinen Einblick in zwei der drei ermöglichen.


Banff Gondola Alpine Lights

Der erste FAM Trip an dem ich teilnehmen konnte, wurde von der Banff Gondola organisiert. Unter dem Motto „Alpine Lights“ wurden wir am 9. Dezember zu einer Gondelfahrt im Dunkeln, und einem Abendessen mit anschließender Unterhaltung eingeladen. Angefangen hat das ganze gegen 18.00 Uhr. Zuerst trafen sich alle Teilnehmer aus der Branche am Fuße des Sulphur Mountain. Aus unserem Hotel waren neben mir, noch meine Kollegin, und vier Mitarbeiter vom Front Desk vertreten. Wir wurden erst von den Mitarbeitern der Gondelstation herzlich willkommen geheißen, dann ging es in Vierergruppen rauf auf den Berg. Sehen konnte man die Fahrt über allerdings nichts. Banff lag, bis auf die spärliche Straßenbeleuchtung, im Dunkeln. Die schattigen Umrisse der umliegenden Berge waren von der Schwärze der Nacht kaum zu unterscheiden. Allerdings war jede einzelne Gondel mit kleinen Lichterketten verziert worden, dadurch sah es so aus als würden Gruppen von Glühwürmchen im Abstand von etwa 20m den Berg hochfliegen ;-)))


Oben angekommen gab es dann erstmal einen Begrüßungsdrink gefolgt von einer Rede des Leiters der Station. Nach etwa einer Stunde wurde dann das Buffet eröffnet. Nachdem sich dann jeder den Bauch vollgeschlagen hatte wurden ein paar Spiele mit den üblichen „Freiwilligen“ gemacht. Als Preise konnten Dinge aus dem Souvenirshop gewonnen werden. Wir blieben so bis etwa 21.00 Uhr auf der Station, dann wurde es uns aber um ehrlich zu sein etwas zu langweilig und wir entschlossen uns dazu wieder runter zu fahren. Kurz bevor sich allerdings die Türen der Gondel schlossen, wurde noch das übliche Souvenir- Erinnerungsfoto geschossen, dass wir dann, unten angekommen, samt dem klassischen Banff Gondola Rahmen mitnehmen durften – natürlich auch umsonst, versteht sich ;-)))


Toby Creek Adventures: Snowmobiling in Panorama

Auf meinen zweiten FAM Trip habe ich mich ganz besonders gefreut!!! Denn snowmobiling ist nicht nur etwas, was ich sowieso schon unbedingt einmal machen wollte, sondern auch etwas das normalerweise ein kleines Vermögen kostet! Aber Toby Creek Adventures hat es möglich gemacht, für nichts weiter als einen Anruf :-)))
Und so ging es für mich und Felix, einem Deutschen, der bei uns am Front Desk arbeitet, am Dienstag den 16. Dezember morgens um 8.00 Uhr los. Wir wurden mit dem Bus vor unserem Hotel abgeholt, und dann in das etwa zweieinhalb Stunden entfernete Panorama Mountain Village gefahren. Panorama befindet sich in British Columbia, und ist bereits Teil des Kootenay National Parks und der Kootenay Mountains. Ist also genaugenommen nicht mehr Teil der Canadian Rocky Mountains, sondern liegt westlich dahinter. Allerdings hat man von dort aus einen fantastischen Blick auf die Rocky Mountains!!!
Und überhaupt, eine Gegend die auch „mountain playground“ genannt wird kann ja nur spaßversprechend sein.

Als wir dann in der "Basis" von Toby Creek Adventures angekommen sind wurde jeder mit der nötigen Ausrüstung wie Stiefeln, wenn nötig einem Schneeanzug, einem Helm und einem GPS Gerät ausgestattet. Dannach ging es zu den Snowmobilen. Wir bekamen eine kurze Einführung in die Welt der PS starken Schneeschlitten und dann ging es schon los. Nachdem jeder sein Mobil gestartet hatte, fuhren wir alle erst ein paar Runden durch einen kleinen Parkour im Hinterhof. Das gab einem die Gelegenheit sich mit dem Fahrverhalten eines solchen Mobils vertraut zu machen und sich an die ein oder andere Schwierigkeit dabei zu gewöhnen. Nachdem wir alle als fahrtauglich eingestuft worden waren, ging es dann schön hintereinander in Gruppen von jeweils fünf Leuten, den Berg rauf!
Kurve um Kurve ging es höher und höher. Die Aussicht wurde zunehmend besser an diesem sonnigen Morgen und gab eine Sicht frei auf die umliegenden Berggipfel und das Panorama der Rocky Mountains.
Mit einem Snowmobile den Berg hinauf zu fahren ist ein riesen Spaß! Man erreicht mit Leichtigkeit Höhen für die man stundenlang wandern müsste und der Fahrtwind erfrischt das Gesicht. Allerdings, und das ist einer der größten Nachteile, muss man sich die ganze Zeit voll auf den Weg konzentrieren. Wenn man die Aussicht genießen möchte, muss man anhalten. Denn sich während der Fahrt auch nur kurz rumzudrehen ist fast unmöglich!

Als wir dann oben angekommen sind wurden wir von ein paar der Guides auf einer Hütte in Empfang genommen. Es gab gegrillte Burger oder HotDogs zu essen, dazu heiße Schokolade oder Tee und die Füße konnten an einem Kaminfeuer aufgwärmt werden. Nachdem dann alle knurrenden Mägen gefüllt waren ging es mit den Snowmobils auf die „Spielwiese“. Darunter muss man sich ein riesen großes, unberührtes Schneefeld vorstellen auf dem kreuz und quer, gerade so wie man wollte „gecruist“ werden durft ;-) Man konnte sich und alles was das Snowmobil einem hergibt ausprobieren: durch den Tiefschnee fahren, dabei hoffen dass man nicht stecken bleibt oder sich festfährt, mal richtig Gas geben, sich in die Kurven legen usw. Was immer das Snowmobiler Herz begehrt! :-)))
Und auch wenn das alles zwar wirklich Spass gemacht hat, muss ich zugeben, dass das dann zeitweise doch auch ziemlich beängstigend war! In diesen Maschinen steckt so wahnsinnig viel Kraft, und wenn man es nicht gewohnt ist, und nicht weiß wie man mit all dieser Kraft umzugehen hat, dann beginnt man sich recht schnell die Frage zu stellen, wer da eigentlich wenn unter Kontrolle hat?! Denn kaum lässt man es mal ein bisschen laufen, bekommt man schnell das Gefühl nicht mehr Herr über die Maschine zu sein. Ein Gefühl, das ich gar nicht mag!!!

Nachdem wir dann also eine Weile „gecruist“ sind und uns ausgetobt haben, ging es wieder zurück zur Hütte. Es gab nochmal heiße Getränge um sich aufzuwärmen und einen riesen Cookie zum knabbern. Bevor wir uns wieder alle auf den Rückweg begaben, hatten wir noch etwa eine halbe Stunde Zeit das einzigartige Panorama anzuschauen und zu genießen, oder aber, wie die meisten von uns, in diesen Unmengen von Schnee zu spielen! :-) Wir wurden alle wieder wie kleine Kinder bei dem Anblick von über einem Meter Tiefschnee. Stapften durch den tiefsten Schnee, so dass er bis zu unseren Knien oder höher reichte, ließen uns dann komplett hineinfallen, machten Schneeengel, bewarfen uns mit Pulverschnee, und was uns halt sonst noch so für Blödsinn einfiel...

Aber wie das so ist, ist jeder Spaß auch mal vorbei, und etwa eine halbe Stunde später ging es dann tatsächlich wieder zurück. In Fünfergruppen fuhren wir wieder den Berg runter.
Wir machten nur einen kleinen Zwischenstop beim „Frozen Waterfall“, also einem Wasserfall, der komplett zugefroren war. Unsere Gruppe nahm sich die Zeit den Wasserfall rauf zu kletter; so gut das eben möglich war. Auf einem kleinen Felsvorsprung blieben wir dann eine Weile sitzen, und versuchten unserem Gehirn begreiflich zu machen, dass wir gerade hinter einem Wasserfall saßen!!! Nachdem wir diese Tatsache dann so einigermaßen begriffen und verarbeitet hatten, wurde uns zum ersten Mal bewusst das wir ja da auch irgendwie wieder runter mussten. Denn wie sagt man so schön: „Wenn es schon schwer war hochzuklettern, dann wird es noch viel schweren wieder runterzukommen“

Tja, da saßen wir nun, in etwa 15 Metern Höhe, auf bzw. hinter oder in einem Wasserfall, und überlegten eisern wie wir da wohl wieder unverletzt runterkommen würden. Also rutschten wir vorsichtig auf unseren Hintern immer weiter vor, haben dabei mit den Händen alles Greifbare umklammert. Irgendwann ging es dann aber nur noch steil hinab. Das war so steil, das man selbst im Sitzen, direkt seine Füße sehen konnte, wenn man an sich runter geguckt hat. Das eigene Herz fing an Purzelbäume zu schlagen, der Verstand hat einem die grausamsten Horrorszenarien ausgemalt, aus kindlichem Spiel wurde erwachsener Ernst! Doch noch bevor sich wirklich Angst oder Panik in einem breit machen konnte, holte man noch einmal tief Luft...3...2...1... und hat losgelassen: Fast senkrecht ist man auf dem Hintern das Eis runtergeruschte, über einen kleinen Hubbel geschanzt und dann unten in einem Meter Tiefschnee sacht aufgekommen. Und auch wenn zwar jeder von uns nach dieser steilen sekundenschnellen Rutschfahrt erstmal total lachen musste als er unten angekommen ist, war doch wohl jeder innerlich total froh und erleichtert, dass er wieder Boden unter den Füßen hatte. ;-))



Als wieder alle Gruppen an der „Basis“ angekommen waren (wir waren die letzten ;-)) *oooops*) und sich jeder seiner Austrüstung entledigt hatte, ging es mit dem Bus wieder zurück nach Banff. Müde und erschöpft wie wir alle waren nach so viel Frischluft, Adrenalin und Spaß ging die Fahrt vorbei wie im Flug: Augen zu, Augen auf- schon da! Und so ging er zu Ende: ein super Tag mit super Wetter, und super viel Spaß im Mountain Playground!!! Und wer wissen möchte welcher nun mein dritter FAM Trip war, und wohin der mich gebracht hat, der muss dran bleiben bei „Nicki’s Mountain Adventures“...
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