Montag, 27. Juli 2009

Sommerzeit ist Urlaubszeit

Und ab Sonntag den 12. Juli war es auch für mich endlich wieder soweit die schönste Zeit des Jahres genießen zu können. Eine Woche Sommerurlaub stand vor der Tür! Und da dies mein erster richtiger Urlaub, inklusive Kofferpacken, seit 2006 war, könnt ihr vielleicht erahnen, wie sehr ich mich auf diesen gefreut habe!!!
Reiseziel war das wunderschöne Victoria auf Vancouver Island. Weit weg von Banff, und direkt am Pazifik - dorthin sollte es mich dieses Jahr bringen.

Und nicht nur mich. Denn zusammen mit Steffen, der zu diesem Zeitpunkt bereits seit einer Woche hier in Banff war um mich zu besuchen, habe ich mich am Sonntag auf den Weg gemacht. Und wie so oft war auch in diesem Falle der Weg das Ziel. Denn für die in etwa 1200 km, wollten wir uns drei Tage Zeit nehmen. Ein richtiger Roadtrip eben!

Natürlich möchte ich euch dieses Erlebnis nicht vorenthalten, sondern euch an dieser wunderschönen Reise teilnehmen lassen. Aber da wir beide wirklich viel gemacht und erlebt haben, und es unmöglich wäre das alles in einem Bericht zusammenzufassen, werde ich euch unseren Trip in Etappen näher bringen. Ganz genauso wie wir ihn auch erlebt haben.

Seid ihr bereit? Na dann kann es ja losgehen!

Sonntag, 12. Juli 2009: Auf dem Trans Canada Highway von Banff nach Jasper


Nachdem wir am Sonntagmorgen das Mietauto abgeholt hatten ging es so gegen 10 Uhr los. Unsere erste Etappe führte uns über den Icefield Parkway nach Jasper. Wir hatten super Glück mit dem Wetter, und noch größeres, als wir kurz vor Lake Louise durch andere Autofahrer am Straßenrand, auf einen Schwarzbären hingewiesen wurden, der sich gerade auf seinem Weg zurück in den Wald befand. Schnell schossen wir so viele Bilder wie möglich um dieses Ereignis für die Ewigkeit festzuahlten. Dann ging es weiter.

In Lake Louise nahmen wir uns die Zeit für einen kleinen Spaziergang am Ufer des Sees entlang und ein paar mehr Fotos.
Dann ging es weiter Richtung Norden. Die Berge wurden höher, das Eis darauf dicker, die Landschaft rauer.

Am Columbia Icefield legten wir einen erneuten etwas längeren Zwischenstop ein. Kalter Wind wehte uns durch die Haare, während wir uns unseren Weg durch die Steinwüste zum Gletscher bahnten. Wieder klickten die Fotoapparate und nach einer kleiner Weile ging es zurück zum Auto. Schließlich hatten wir erst die Hälfte der Strecke zurückgelegt.

Am späten Nachmittag kamen wir dann in Jasper an. Nachdem wir im Sawridge Inn, einem Hotel in dem ich glücklicherweise durch einen FAM Trip eine gratis Übernachtung bekommen konnte, eingecheckt und den Pool ausprobiert hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Restaurant. In einem nahegelegenen Pub fanden wir was wir gesucht hatten: ein nettes Ambiente und eine gut klingende Speisekarte luden ein ausprobiert zu werden.

Nach dem Essen wollten wir dann noch eine kleine Runde drehen bevor wir wieder ins Hotel zurück gingen. Steffen und ich hatten beide im Vorfeld mal auf der Karte einen nahegelegenen See entdeckt zu dem wir an diesem Abend noch laufen wollten. Jedoch war auch nach einer halben Stunde Suchen weit und breit kein See in Sicht und wir beschlossen im Hotel mal zu fragen wo man denn jetzt noch schön hingehen könnte. Die Antwort der Rezeptionistin kam schnell: Patricia Lake! Nur etwa 15 Autominuten entfernt und der perfekte Ort um einen schönen Sommertag ausklingen zu lassen. Na das klingt doch gut.

Also fuhren wir nochmal los. Eine viertel Stunde später stellten wir das Auto ab und liefen los. Nach einer kleinen Weile sahen wir eine Traube von Menschen, die alle den Hang hochzuschauen schienen. Neugierig was es wohl zu sehen gab stellten wir uns dazu und folgten den Blicken. Wir hörten jemanden sagen, dass dort oben wohl ein Bär sei, und plötzlich sahen wir ihn auch. Ein zimtfarbener Schwarzbär, nur wenige Meter von uns entfernt! Und wieder klickte der Fotoapparat! Zwei Bären an einem Tag, das hatte ich bisher auch noch nicht erlebt! Das Glück schien mit uns zu reisen.

Nachdem der Bär verschwunden war, liefen wir weiter. Nach etwa 10 Minuten erreichten wir das Ufer des Sees. Der See lag ruhig in der Abendsonne und lud zum Schwimmen ein. Da wir keine Badesachen dabei hatten, gingen wir allerdings nur mit den Füßen ins Wasser. Es war kalt aber erfrischend. Wir blieben eine ganze Weile im Wasser, schauten auf ein fantastisches Panorama, genossen die Stille und Einsamkeit und ließen so unseren ersten gemeinsamen Urlaubstag entspannt ausklingen.
"Wenn es so weitergeht wie es angefangen hat, dann kann das nur ein super Urlaub werden" war einer der letzten meiner Gedanken an diesem Abend.

Banff - Japer

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