Sonntag, 25. April 2010
Von Taupo nach Rotorua
Von Wellington nach Taupo
Gegen acht Uhr machten wir uns auf den Weg. Die Fahrt nach Taupo ist relativ lang und vergleichsweise unspektakulaer. Die Landschaft ist hauptsaechlich gepraegt von Landwirtschaft. Weiten Feldern, Grasland, Schafen und Kuehen.Von Kaikoura nach Wellington
Die Salzgewinnung verlaeuft hier nach einem ziemlich simplen Prinzip, wie uns unser Fahrer erklaerte:
Als naechstes durchfahren wir Blenheim, dem Zentrum von Marborough, einer der besten Weingegenden Neuseelands.
Von hier aus legte gegen 13.10 Uhr unsere Faehre ab. Die Fahrt dauerte wie auch schon auf dem Hinweg etwa drei Stunden. Von Christchurch nach Kaikoura
Samstag, 24. April 2010
Von Queenstown nach Christchurch
In Twizel machten wir einen kurzen Stop um ein Paar Leute abzuholen, dann geht die Fahrt gleich weiter.
Zum Mittagessen halten wir an dem einzigartig, unfassbar blauen See "Lake Pukaki". Bei gutem Wetter und wolkenlosem Himmel, hat man von hier einen direkten Blick auf Mt. Cook, Neuseelands hoechstem Berg.
Leider hatten wir heute aber nicht ganz so viel Glueck, und bekamen nur ein Teilstueck zu sehen. Der Berggipfel war leider wolkenverhangen...
Wir legten einen erneuten Stop am Lake Tekapo ein, und schauten uns die Church of the Good Sheperd an. Die Kirche ist bekannt durch ihr grossen Glasfenster hinter dem Altar, durch das man einen schoenen Blick auf den See hat.
Nach dem jeder eine Chance bekommen hatte das typischen Touristenfoto zu schiessen, fuhren wir weiter.
Nach etwa zwei Stunden erreichten wir Geraldine, wo wir einen letzten Stop einlegten.
Gegen 16.30 Uhr kamen wir dann schliesslich in Christchurch an. Ich verstaute schnell meine Sachen im Hostel, und machte mich dann auf den Weg mir die Stadt noch ein wenig anzusehen.
Christchurch wird dank seiner vielen Parks und Gartenanlagen als Gartenstadt Neuseelands bezeichnet, und ist wohl zugleich die "englischste" Stadt ausserhalb Grossbritanniens. Unzaehlige kleine Reihenhaeser saeumen die Strassen, und beim Anblick der roten Telefonzellen-Haeuschen koennte man glatt denken man stehe irgendwo in Central London.
Mir hat Christchurch sehr sehr gut gefallen. Und von allen Staedten die wir bisher in Neuseeland besucht haben, ist Christchurch wohl die, in der ich mich am ehesten leben sehen koennte.
Die Stadt hat eine fantastische Lage: gegen das Landesinnere wird sie von den "Southern Alps" abgeschirmt, geht man Richtung Kueste erwarten einen weisse Sandstraende. Weinberge vervollstaendigen die Seiten, und ein maessiges Klima sorgt ganzjaehrig fuer angenehme Temperaturen.
Wer hier nicht leben koennte, kann es wahrscheinlich nirgendwo.
Queenstown, Tag II- Ein Ausflug zu Milford Sounds
Von Wanaka nach Queenstown
Da Queenstown nicht nur die Adventure Capital Neuseelands ist, sondern auch die Heimat des aller ersten kommerziell betriebenen Bungy Jumps, machten wir einen etwas laengeren Stop an der Kawarau Bridge, und schauten den vielen Freiwilligen beim Springen zu. 43m geht es von der Bruckenplattform in die Tiefe, also im Vergleich zu vielen anderen Jumps eher einer der kleinen.
Als schliesslich jeder der wollte gesprungen war, fuhren wir weiter Richtung Queenstown. Wir legten noch den ein oder anderen Stop ein um Fotos von der Umgebung um Queensown machen zu koennen. Lake Wakitapu war einer davon. Von Franz Josef nach Wanaka
Unser erster Stop war Lake Matheson in der Naehe der Stadt Fox Glacier.Normalerweise ist der See bei guten Wetter fuer seine spektakulaeren, fast schon irrealen Spiegelbilder der umgebenden Berge (u.a. auch Mt. Cook) bekannt. Auf zahlreichen Postkarten und Fotodrucken die man in Souvenirlaeden kaufen kann, ist genau dieses Motiv zu sehen und gehoert deshalb wahrscheinlich zu den typischsten Bildern die man mit Neuseeland verbindet.
Es war immernoch bewoelkt und nieselte vor sich hin. Wir liefen dennoch zu dem Aussichtspunkt am See, mit der winzig kleinen Hoffnung in uns, vielleicht doch so eine winzig kleine Reflektion sehen zu koennen.
Der Weg fuehrte wie so oft durch den wildwuchernden Wald und endete dann schliesslich am See. Aber wie schon erwartet gab es an diesem Morgen kein Spiegelbild. Leider.Alles war wir sahen, war ein ganz normaler See inmitten von Wildnis.
Wir verbrachten also nicht allzuviel Zeit hier, sondern machten uns stattdessen wieder auf den Weg. Weiterhin Richtung Sueden und an der Kueste entlang.
Die Landschaft veraenderte sich in den darauffolgenden Stunden wieder drastisch. Aus Sandstrand, und Kueste wurde wieder alpines Hochland.
Ganz im Gegensatz zum verregneten Morgen schien nun die Sonne, und der blaue Himmel bildete einen schoenen Kontrast zu dem Gelb der Blaetter und den gruenen Berghaengen um den See. Ein wirklich schoenes Motiv, von dem jeder von uns viele Fotos machte.
Den Rest des Tages verbrachten wir in Wanaka. Emma und ich liefen erst zu dem See direkt in der Stadt, und dann noch ein wenig durch Wanaka. Den Abend verbrachten wir gemuetlich im Hostel.
Freitag, 23. April 2010
Franz Josef, Tag II
Na toll, da ist man nun schon nur einen Tag hier um an so einem Erlebnis teilzunehmen, und dann wird man auch noch mit so einem Sauwetter gestraft. Das war wirklich nicht fair.
Aber was will man machen- hilft ja schliesslich alles nichts.
Und so zogen wir uns eben noch waermer an, packten uns so richtig gut ein, nahmen ein lunch und viel zu trinken mit, und machten uns dann schliesslich in aller Fruehe auf zu Glacier Adventures.Schon auf dem Weg dorthin wurden wir nur so durchtraenkt, machten aber noch Witze darueber wie kalt es erst auf dem Gletscher sein wuerde. Schliesslich fanden die Ausfluege bei jedem Wetter statt und wurden nur seltenst aufgrund von schlechten Wetterverhaeltnissen gecancelt.
Im Gletscher Center angekommen erwartete uns dann aber die boese Ueberraschung: saemtliche Hikes fuer den heutigen Tag waren tatsaechlich gecancelt worden!Grund dafuer war nichtmal der Regen selbst, sondern die reissende Stroemung im Gletscherbecken die durch den Dauerregen der vergangenen Tage entstanden war.
Wie uns die Guides erklaerten sei es wohl zu gefaehrlich durch das Gletscher Valley zu laufen, solange der Fluss Hochwasser hat.
Tja, das war es dann wohl mit unserem Ausflug auf den Gletscher....
Enttaeuscht gingen wir wieder zurueck ins Hostel. Da standen wir nun, durchnaesst und aufgeweicht, hatten keine Ahnung was wir mit dem heutigen Tag anfangen sollten, abreisen konnten wir auch nicht. Und so blieb uns nichts anderes uebrig als uns die Zeit mit allen moeglichen Dingen totzuschlagen die sich Drinnen machen liessen.
Es war wirklich traurig und genaugenommen auch die groesste Zeitverschwendung. Aber wie schon gesagt - was will man machen...?
Von Lake Mahinapua nach Franz Josef
Danach fuhren wir direkt nach Franz Josef. Die meisten von uns wuerden hier fuer zwei Naechte bleiben und am naechsten Tag an einer halb- oder ganztaegigen Gletscherwanderung teilnehmen.Unternehmen von Glacier Adventures um unsere Touren fuer den naechsten Tag zu buchen und zu bezahlen. Der Full day Glacier Hike zaehlt zu den beeindruckensten und deshalb auch beliebtesten Gletscherausfluegen und wir alle freuten uns schon sehr auf unseren Ausflug ins Eis am naechsten Tag.
Fuer den heutigen Tag liessen wir es daher etwas ruhiger angehen. Erstens mussten wir ja unsere Kraefte schonen, und zweitens war das Wetter sowieso alles andere als einladend.
Mit ein paar anderen Leuten aus dem Bus machten Emma und ich am Nachmittag dann aber doch noch eine kleine Wanderung. Da wir nicht so recht wussten was wir machen sollten, und auch nicht zu lange unterwegs sein wollten, entschieden wir uns fuer den Tartar Tunnel Walk, einem Weg, den uns unser Fahrer empfohlen hatte.
Dicht an dich, jeweils eine Hand auf den Schultern des Vorlaeufers liegend, wateten wir so durch das eiskalte Wasser.
Nach einer ganzen Weile, als noch immer kein Ausgang in Sicht war, beschlossen wir wieder umzudrehen und den selben Weg zurueck zu gehen.
Mittlerweile war es bereits spaeter Nachmittag, uns war kalt, wir hatten Hunger, und das Wetter war noch schlechter als vor ein paar Stunden. Es regnete in Stroemen, und es brauchte keine fuenf Minuten bis wir alle klatschnass waren.
Na hoffentlich wuerde es am naechsten Tag besser sein!
Von Westport nach Lake Mahinapua
Unser heutiges Etappenziel Lake Mahinapua lag nicht allzuweit von Westport entfernt, daher konnten wir uns viel Zeit lassen und den ein oder anderen laengeren Stop einlegen.
Unser erster Stop lag nur etwa 10km hinter Westport. Cape Foulwind ist ein Kap an der Westkueste Neuseelands und der naehste Punkt zum Nachbarland Australien.
Und wenn man die Augen ganz eng zusammenkneift und die Ferne sieht...
...dann hat man absolut keine Chance etwas sehen zu koennen!
Dennoch ist man genau hier Australien so nah wir nirgendwo sonst in Neuseeland. :-)
Nach etwa eineinhalb Stunden waren wir wieder zurueck am Bus und fuhren zu unserem naechsten Stop, dem Truman Track.
Ein Wanderweg der nur etwa 15 Minuten dauert, erst durch dichten Regenwald fuehrt und schliesslich auf einer natuerlichen Plattform direkt am Meer endet.
Ein angelegter Weg durch hoehlenartige Felsvorspruenge fuehrt dann nochmals bis zum Strand hinunter.
Es ist ein wirklich schoener Spaziergang, der wiedereinmal jeden Schritt wert war.
Nach einer erneuten, eher kurzen Busfahrt, erreichten wir dann Punakaiki.
Wir bekamn ein wenig Zeit um fuer die Kostuemparty ("ich kann nicht glauben dass du sowas traegst?!") am Abend einzukaufen oder etwas zu Mittag zu essen.
Auf der anschliessenden Fahrt nach Lake Mahinapua kamen wir an Hokitika vorbei, einer Stadt die einst zu den wohlhabendsten Staedten der Welt gehoerte. Grund dafuer war der Arahura River, der ueber viele Jahre lang Unmengen von Gold an die Erdoberflaeche geschwemmt hat. Teilweise sogar so viel, dass es angeblich reichte einmal durch den Fluss zu laufen, und Gold an den Schuhsohlen kleben zu haben.
Und jedes Mal, wenn der Fluss nach schweren Regenfaellen ueber seine ufer getreten war, brauchte man nur zu warten bis das Wasser wieder zurueckgegangen war, bevor man dann am Ufer die Goldnuggets einsammeln zu koennen.

Diese Zeiten sind nun aber leider vorbei, und aus Hokitika ist eine mehr oder weniger normale Stadt geworden.
Weitere 10km suedwaerts kamen wir dann schliesslich in Lake Mahinapua an. Wir uebernachteten in einem lokalen Pub, dessen Besitzer aussah wie ein abgemagerter Weihnachtsmann.
Es gab ein Gruppen-BBQ mit anschliessender Kostuemparty.

