Sonntag – Badespaß im Johnson Lake
Pünktlich zum Wochenende zog ein gigantisches Hoch über Banff und brachte zum ersten Mal in diesem Jahr ein paar richtig heiße Tage mit sich. Und was macht man in Banff an einem solchen Tag am besten? Richtig, man packt die Badehose ein und fährt zum Johnson Lake. Dieser liegt etwa 12km nordöstlich von Banff, und ist einer der wenigen Seen in denen man im Sommer baden kann, ohne sich dabei die ein oder andere Gliedmaße abzufrieren ;-)
Da viele Touristen diesen See auf ihrem Weg zu Lake Minnewanka leich übersehen, findet man dort vor allem viele Einheimische die sich am Strand sonnen oder schwimmen gehen.
Aber da wir ja nun auch schon alle ne ganze Weile in Banff sind, wissen wir natürlich nicht nur ganz genau wo’s langgeht sondern kennen sogar den ein oder anderen Schleichweg dorthin ;-)
Und so fuhren wir mit dem Fahrrad quer über den Transcanada Highway, an Cascade Ponds vorbei, schoben die Räder steil Bergauf über Stock und Stein, und fuhren dann schließlich querfeldein bzw. auf einem kleinen Trampelpfad bis hin zum See. Dort wartete schon Shino auf uns, die mit dem Auto vorgefahren war um noch ein paar Sachen transportieren zu können. Dort angekommen breiteten wir unsere Decken und Handtücher aus, packten ein paar Snacks und die Drinks aus und genossen von da an einen relaxten Sommertag. Phil, Sam Shino und ich trauten uns sogar ins kalte Wasser ;-) Und was soll ich sagen: herrlich!!! Zwar kalt, aber wenn man erstmal drin war- einfach klasse!
Wir blieben so bis etwa 20.00 Uhr dort, dann verschwand die Sonne leider hinter den Bergen... Und während in Deutschland bereits alle schliefen, und das lausige Fußballspiel vom Abend davor zu vergessen versuchten, dachte von uns keiner mehr an das verlorene Finale vom Mittag, sondern ließ den Tag bei einem kleinen Barbecue bei uns zu Hause auf dem Balkon ausklingen ;-)
Montag – Whitewater Rafting auf dem Kicking Horse
Montag war dann der große Tag, auf den ich mich schon seit Donnerstag gefreut hatte. Amy, die in der Terrace Lounge arbeitet, hat eine Wildwater Rafting Tour gebucht, zu deren glücklichen Teilnehmern ich mich zählen durfte :-))))
Außer mir waren noch Sam und Dennis, Sophie und Annette, Amy und Hannah, sowie zwei von Amys Freunden mit von der Partie. Trafen uns alle gegen Mittag in der Kantine des Hotels, und fuhren dann mit dem Autos etwa eineinhalb Stunden Richtung Westen zur Wild Water Adventure Base im Yoho National Park.
Dort angekommen bekamen wir eine Einführung ins Rafting, sowie die komplette Ausrüstung samt Erklärung wie diese anzuziehen und anzulegen ist. Voll gepackt mit ein paar wasserdichten Schuhen, einem Wetsuit (sieht aus wie ein Taucheranzug), einer gelben Regenjacke, einer Rettungsweste und einem Helm ging’s dann in die Umkleidekabinen. Und wer schonmal einen hautengen Wetsuit, in dem man kaum atmen kann, angezogen hat, der weiß was das für ein „Spaß“ ist. Aber nachdem dann der erste Schock beim Blick in den Spiegel überwunden war („oh gott bin ich fett“, „vergiss es, ich komm hier nie mehr raus“ usw...) fand sich doch die ganze Gruppe wieder vor der Base ein und wurde nochmals mit den wichtigsten Regeln beim Rafting, dem sogenannten safety briefing, vertraut gemacht. Und dann ging’s in die Schlauchbote...
Auch an diesem Tag war es wieder superwarm, und sonnig. Und da der Fluss durch das ganze Schmelzwasser der Berge ein Höchststand an Wasser trug, hatten wir ideale rafting Bedingungen: eineinhalb Stunden verbrachten wir auf und unter Wasser, durchquerten reißende Stromschnellen, und überwanden größere und kleinere Wellen.
Auf einer Strecke von insgesamt 4 Kilometern am Stück zeigte uns der Kicking Horse was es heißt in Class IV Water zu raften. Class IV bedeutet soviel wie „hier wirst du auf jeden Fall nass“! Gleichzeitig, oder gerade deshalb gibt’s aber auf der Spaßskala volle 10 Punkte. Die Stromschnellen in diesem Bereich tragen Namen wie „Roller Coaster“ und „Shotgun“ und zaubern ein „big smile“ in die Gesichter aller Beteiligten. Aber schaut doch einfach selbst:
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| Whitewater Rafting Kicking Horse |
Auf dem Heimweg machten wir dann noch zwei Zwischenstopps. Einmal um uns die Wapta Falls anzusehen; etwas das uns unser Guide nahegelegt hatte, und dann nochmal in Lake Louise. Dort aßen wir dann in einem Familyrestaurant zu Abend und erlebten dabei unseren ersten Stromausfall ;-) Als letzte Gäste hatten wir Glück dass sie unser Essen noch zubereiten konnten, allerdings musste jeder bar bezahlen, da das Abrechnungssystem für Karten natürlich nicht mehr funktionierte;-) Und als wir dann schließlich heim fuhren konnten wir uns nur glücklich schätzen genug Benzin im Auto zu haben, und nicht wie viele Leute an der Tankstelle festzusitzen um auf die Rückkehr des Stroms zu warten...
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| Wapta Falls |
Dienstag – Canada Day!
Beim Canada Day am 1. Juli durften wir dann alle etwas Patriotismus üben. Also trafen wir uns alle nachmittags in Banff um die Parade anzusehen und nochmal am späten Abend für das Feuerwerk. Und jetzt mal Hand auf’s Herz: wer uns (Schweizer, Deutsche, Australier und Engländer) bei der Parade am Straßenrand sitzen sehen hat, bestückt mit kleinen Kanadaflaggen, gedressed in rot und weiß, und mit teilweise sogar rot-weiß gefärbten Haaren, der musste einfach zugeben: „kein Kanadier war patriotischer als die foreign workers :-)"
Canada Day


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