Mittwoch, 10. März 2010

10. Februar: Zihuatanejo - Mexiko

Heute legten wir zum zweiten Mal in Mexiko an. Der Hafen, bzw. die Stadt in der wir heute den Tag verbringen durften hieß Zihuatanejo. Eigentlich Ixtapa-Zihuatanejo. Denn dieses Baderessort an der südmexikanischen Pazifikküste ist eine Doppelstadt, bestehend aus einer Art Retorten-Hotelanlage Ixtapa und dem einstigen Fischerdorf Zihuatanejo.

Da wir für heute keinen Ausflug über das Schiff gebucht hatten, machten Steffen und ich uns alleine auf den Weg. Den touristischen Hotelteil der Stadt wollten wir uns nicht antun, und deshalb hielten wir uns nur in dem eher einheimischen, ursprünglichen Stadtteil auf.

Wobei auch hier die vielen Touristen bereits ihre Spuren hinterlassen hatten. Denn kaum kommt man vom Schiff herunter, wird man bereits von allen Seiten von Verkäufern umlagert, die einem allerlei Kram oder Dienstleistungen andrehen wollen. Geht man dann etwas weiter findet man ein Souvenirstand neben dem anderen.

Erst wenn man etwas tiefer in die Stadt eintaucht erscheint einem das wahre Mexiko. Erst dann entdeckt man wie die Menschen hier ihren Alltag leben. Kleine Läden und Märkte säumen die Straßen. Verkäufer preisen ihre Waren an, und es herrscht ein unbeschreibliches Getummel.

Es ist schön und vor allem interessant fernab der Touristenmeile zu sein, jedoch auch ein wenig merkwürdig. Wir kommen uns komisch, und in dieser Welt, die nicht unsere ist, auch sehr fremd vor.
Der Anblick von gerupften Hühnern, die an einem Stand ungekühlt von der Decke hängen und von der Mittagssonne bestrahlt werden zum Beispiel, ruft in uns Ekel und hervor. In wie weit es hier Hygienevorschriften gibt, fragen wir uns. Eigentlich stellen wir uns diese Frage bei so ziemlich jedem Stand der Lebensmittel anbietet. Sei es Obst oder Gemüse, Fleisch oder Fisch, oder aber auch Eis, dass in kleinen haushaltsähnlichen Kühltruhen auf Fahrrädern durch die Gegend gefahren wird.

Sind wir es, die so verweichlicht sind, oder sind die Leute (und Mägen der Menschen) hier einfach nur so hart im nehmen? Wir wissen es nicht.

Aber nach einer Weile hatten wir jedenfalls genug von dem "wahren" Mexiko. Uns war heiß, und wir waren erschöpft. Diese Hitze waren wir noch nicht gewohnt, und wir spürten dass uns trotz viel Sonnencreme so langsam die Sonne auf der Haut zu brennen begann.

Wir wären gerne etwas baden gegangen, aber auch der Strand kam uns nicht besonders sauber vor. Deshalb gingen wir dann doch nur mit den Füßen ein wenig am Wasser entlang. Das Wasser, das bei jeder Welle unsere Füße umspülte war sehr warm! Unglaublich, wenn man bedenkt, dass wir vor wenigen Tagen noch im verschneiten Deuschland waren.

Nach ein paar Stunden hatten wir so ziemlich alles gesehen was dieses Fischerdorf zu bieten hatte. Um zu duschen und abzukühlen gingen wir zurück aufs Schiff.
Dort verbrachten wir den Rest des Nachmittags. Am Abend brachen wir dann wieder auf. Ein weiterer Seetag lag vor uns.





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