Mittwoch, 10. März 2010

9. Februar: Puerto Vallarta - Mexiko

Nach den letzten beiden Seetagen, liefen wir heute wieder einen Hafen an. Puerto Vallarta in Mexiko war das Ziel, und somit unser erster Stop seit Abfahrt von San Diego.

Da wir für heute einen Ausflug gebucht hatten, mussten wir uns morgens etwas beeilen. Nach einem schnellen Frühstück (wir waren mittlerweile Meister darin uns schnell einen Platz und etwas Leckeres zu suchen), trafen wir uns gegen 8.15 Uhr im Showroom at Sea.

Der Showroom at Sea ist im Grunde ein Theater, und Treffpunkt für die meisten Landausflüge. Dort angekommen bekamen wir einen selbstklebenden bunten Sticker auf unser T-Shirt geklebt. Dann mussten wir mit vielen anderen Leuten darauf warten, dass unsere Stickerfarbe und -nummer aufgerufen wurde und wir vom Schiff gehen konnten.

Bald darauf war es dann auch soweit. Und als wir draußen am Pier ankamen, wurden wir und die anderen Gruppenteilnehmer auch schon gleich von einem Guide abgefangen, der uns zu "Vallarta Adventures" fuhr. Dem Unternehmen, das diesen Ausflug angeboten hatte, und zu einem der besten Abenteuerunternehmen in ganz Mexiko gehörte. Wir hatten also große Erwartungen :-) Von unserem Guide Salvador bekamen wir dann erklärt wie unser heutiger Tag so in etwa aussehen würde.

Die "Off-Road Safari/Eco-System Tour" beinhaltete die Fahrt mit einem offenen Unimog in abgelegene Dörfer, und Mexikos Outback. Bei einem einstündigen Fußmarsch durch den tropischen Wald der Sierra Madre würden wir dann noch die einheimische Tier- und Pflanzenwelt kennenlernen. Ein weiterer Teil des Ausfluges beinhaltete den Besuch bei einer Familie die mitten im Nirgendwo auf einem Selbstversorgungshof lebte, um dort authentisches mexikanisches Essen (selbstgemachte Tortillas) probieren zu dürfen. Und schließlich würden wir dann noch an den Strand von Banderas Bay fahren, wo ein BBQ sowie eine Bar mit kühlen und u.a. klassischen mexikanischen Getränken (Tequilla) auf uns wartete :-)

Nachdem wir also alle neugierig gemacht worden waren, ging es dann schließlich los.

Wie schon erwähnt fuhren wir mit dem Unimog über den Highway Richtung Sierra Madre. Unterwegs machten wir in einem kleinen Dorf namens San Jose Halt, um uns dort ein wenig umzusehen. Wie der Guide es schon auf der Fahrt dorthin erklärt hatte war dieser Ort das, was man unter "dem wahren Mexiko" verstand. Wir blieben etwa eine halbe Stunde dort bevor wir weiter ins Outback fuhren.

Die Fahrt stellte sich dank Salvador als sehr unterhaltsam und kurzweilig heraus. Er erzählte uns viel von seinem Heimatland sowie den Menschen, deren Traditionen und Eigenheiten. Er war wie so viele Guides ein guter Entertainer und so mussten wir bei seinen Erzählungen und Beschreibungen häufig lachen oder grinsen :-)))

Je weiter wir in die Berge und ins Nirgenwo kamen umso holpriger wurde die Fahrt. Schließlich hielten wir mitten im Wald an, und machten uns auf unsere kleine Wanderung. Salvador wusste viel über die Bäume, Pflanzen und Tiere dieser Gegend zu erzählen. Und da er auch ein begeisterter Vogelkundler war, konnte er allerhand Vogellaute nachahmen und sie so näher heranlocken.

Anschließend fuhren wir zu diesem Selbstversorgerhof. Dort lebte ein mexikanisches Ehepaar wirklich wie vor hundert Jahren. Sie wohnten in einer klapprigen Hütte, umgeben von wild wuchernden Pflanzen. Es liefen Ziegen und Enten über den Hof. Der Mann wippte gemütlich auf seinem Schaukelstuhl hin und her während seine Frau den ganzen Tag draußen auf dem Holzofen auf traditionelle Art und Weise Tortillas buck.

Fernab von jeglicher Zivilisation lebten diese beiden hier schon seit Jahrzehnten alleine, auf sich selbst gestellt.
Und immer wieder einmal, so wie auch heute, schneiten ein paar Touristen rein und begutachteten diesen Lifestyle. Machten Fotos von ihrem Haus und Hof, aßen ein paar Tortillas und zogen dann wieder ab.

Als wäre es das natürlichste auf der Welt, das fremde Menschen einfach so bei einem im Vorgarten rumtrampelten und Fotos machten... Ein wenig komisch und taktlos kam man sich anfangs ja schon vor. Aber die beiden schien unsere Anwesenheit tatsächlich wenig zu stören, und so kamen wir der Aufforderung uns doch wie zu Hause zu fühlen dann doch nach.

Nach einer Weile ging die Fahrt dann wieder weiter Richtung Strand. Dort angekommen gab es ein Barbecue und jede Menge Getränke. Wir hatten etwa eineinhalt Stunden Aufenthalt die wir so wie wir wollten verbringen durften. Also aßen wir schnell etwas, und gingen dann runter zum Strand. Da die Wellen sehr hoch waren, konnten wir leider nicht richtig baden gehen. Aber so ein wenig mit den Füßen rein, sind wir dann trotzdem noch.


Am späten Nachmittag kamen wir dann wieder am Schiff an. Und kurz darauf legten wir auch schon wieder ab.
Den Abend verbrachten wir bei einer Show auf dem Schiff und im Whirlpool :-)


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