Dienstag, 16. März 2010

6. März: Cabo San Lucas - Mexiko

Heute ist unser letzter Tag an dem wir nochmal irgendwo an Land sind. Cabo San Lucas ist ein Ort an der äußersten Südspitze der zu Mexiko gehörenden Halbinsel Niederkalifornien. Zum Wahrzeichen der Stadt gehört der 62m hohe Felsen "El Arco" am südlichen Ende der Halbinsel.

Der Tourismus zählt zur Haupteinnahmequelle von Cabo San Lucas, denn durch seine überaus attraktive Lage, nach mehreren Seiten hin vom Meer umgeben zu sein (westlich und südlich liegt der Pazifik, östlich die Cortes See), wurde der Ort zunehemend als begehrtes Feriendomizil der Superreichen aus den USA entdeckt.

Auch wir machten an diesem schönen Fleckchen Erde noch ein letztes Mal Halt, bevor wir wieder nach San Diego weiterfuhren.

Nach einem schnellen Frühstück in der Kabine, mussten wir aber zuerst wieder einmal die Medical Station aufsuchen. Steffen ging es in der letzten Nacht überhaupt nicht gut, und klagte über Bauchkrämpfe und Übelkeit. Diesen Morgen fühlte er sich zwar schon wieder besser, dennoch gingen wir auf Nummer sicher und ließen ihn beim Schiffsarzt vortreten.

Nach einer halben Stunde waren wir allerdings schon wieder draußen mit der beruhigenden Nachricht, dass es nicht ein erneuter Ausbruch des Magen-Darm-Viruses gewesen war. Deshalb musste er auch nicht nocheinmal für 24h in der Kabine bleiben, und konnte mit mir zusammen diesen schönen Hafen besuchen und an der gebuchten Tour teilnehmen.

Von dem riesigen Angebot das es an diesem Hafen gegeben hatte, hatten wir uns für die "Kayak and Snorkeling" Tour entschieden. Diese beinhaltete eine etwa einstündige Fahrt mit dem Kayak zu den einzigartigen Felsformationen und Stränden von Cabo San Lucas, sowie der Möglichkeit dann dort vor Ort ein wenig zu schnorcheln.

Die Fahrt mit dem Kayak war recht anstrengend, dennoch ging die Stunde schnell rum. Wir paddelten uns vor bis zu dem "El Arco" Felsen, durch den uns große Wellen des Pazifiks entgegen kamen und kräftig durchschaukelten :-)
Dann paddelten wir zum "Lover's Beach", einem breiten Sandstrand, der wie die gesamte Halbinsel auf zwei Seiten von Wasser umgeben ist. Dem Pazifik auf der einen, und der Cortes See auf der anderen.
Der Strand war wunderschön, und der Sand so hell und weich wie ich ihn noch niemals irgendwo zuvor gesehen hatte.


Es war nur sehr schade, dass es an diesem Tag so bewölkt und regnerisch war. Denn sonst wäre dieser Strand wohl ein Ort gewesen von dem ich nie wieder wegzubekommen gewesen wäre :-)

Nach einer halben Stunde mussten wir uns dann aber wieder mit den anderen treffen. In einem Boot wurden wir dann noch einmal zu "El Arco" gefahren, um die Möglichkeit zu bekommen auch dort nochmal ein Foto zu machen. Denn vom Kayak aus ging das natürlich schlecht :-)

Anschließend wurden wir vor die Entscheidung gestellt ob wir nun noch schnorcheln gehen wollten, oder nicht.
Und wäre das Wetter so gut und heiß gewesen, wie wir es bis jetzt gewohnt waren, dann hätte uns wahrscheinlich nichts mehr davon abgehalten in das kühle Nass zu springen und uns die einzigartige Unterwasserwelt anzusehen.

Da es allerdings wolkig, kalt und regnerisch war, wurde uns alleine beim Gedanken an das kalte Wasser und die Fahrt zurück in nassen Sachen, schon kalt. Und so entschieden wir uns letztenendes doch dafür am Strand zu warten während die anderen schnorcheln gingen.

Als dann alle wieder nass und verfroren an Bord waren wurden wir wieder zurück zur Küste gefahren. Es regnete mittlerweile immer mehr, uns so liefen wir nur noch einmal kurz am Hafen entland, stöberten in ein paar Geschäften und gingen dann ein letztes Mal zurück aufs SChiff.

Morgen erwartete uns dann ein weiterer letzter Seetag, und schon am Montagmorgen, den 8.März, werden wir wieder in San Diego sein. Von dort aus geht dann ein paar Stunden später bereits wieder unser Flieger nach Hause.

Tja, und so geht er dann zu Ende: ein langer aber kurzweiliger Urlaub. Wir haben viel gesehen und erlebt. Waren in so vielen verschiedenen Ländern und haben so viele unbezahlbare Eindrücke gewonnen. Eindrücke, die uns bestimmt noch ein Leben lang in guter Erinnerung bleiben werden!

5. März: Seetag

Heute lag wieder ein ruhiger Seetag vor uns. Es gab keine besondern Vorkomnisse, uns so verbrachten wir den Tag wie gewöhnlich an Deck.
Am Abend sahen wir ein paar Wale in der Ferne, aber leider viel zu weit weg um Fotos machen zu können.

Außerdem verschlechterte sich das Wetter zunehmens und so war es gegen Abend draußen schon wieder richtig frisch. Es zogen viele dichte Wolken auf und tröpfelte sogar ein wenig.
Einer der Abende, die man am liebsten drinnen verbringt.

Wir hofften, dass das Wetter morgen in Cabo San Lucas besser sein würde. Denn dort hatten wir nicht nur einen Ausflug gebucht, sondern dort war auch unser aller letzter Hafen, bevor in wenigen Tagen schon wieder in San Diego ankommen würden.

Mit der Hoffnung auf gutes Wetter, Vorfreude auf den morgigen Tag sowie der Erinnerung an die vergangenen Tage gingen wir an diesem Tag früh schlafen.

4. März: Acapulco - Mexiko

In den frühen Morgenstunden kamen wir in Acapulco an. Nach dem Frühstück gingen wir erstmal aufs Lido Deck um uns einen ersten Eindruck der Gegend zu verschaffen: Acapulco liegt direkt in einer Bucht, und unzählige Hochhäuser bilden den Stadtkern.

Entland der Berghängen ziehen sich dann kleinere Häuser oder Hütten. Ganz in der Nähe von unserem Ankerplatz gab es einen langen Strand. Vielleicht konnten wir da ja heute nachmittag hingehen.

Denn für diesen Morgen hatten wir schon einen anderen wichtigen Programpunkt auf dem Plan: "Swim with dolphines" hieß unsere heutige Tour und der Name war Program.
Zusammn mit nur 5 weiteren Teilnehmern, gingen Steffen und ich heute mit Delfinen schwimmen. Eine schöne kleine Gruppe - viel besser hätte es gar nicht kommen können.

Am Pier wurden wir mit einem kleinen Transporter abgeholt und in den nahegelegenen CiCi Waterpark gefahren. Dort angekommen ging es auch schon gleich zu den Delfinen.
In zwei Swimmingpools drehten insgesamt vier Delfine ihre Runden. Und nachdem alle umgezogen waren, und ihre Schwimmwesten an hatten, durften wir dann auch schon unsere ersten noch zögerlichen Erfahrungen mit den Tieren machen.

Wir durften sie streicheln, ihnen den Bauch kraulen und sie sogar auf die Schnauzen küssen :-)
Es war ein wirklich lustiges Erlebnis. Die Tiere sind sehr zahm, und man hat ununterbrochen das Gefühl dass sie einen angrinsen und genau wissen was man sagt :-) Es hätte mich noch nichteinmal gewundert wenn mir einer von ihnen auch noch zugezwinkert hätte ;-)
Anfühlen tun sich Delfine übrigens ganz fest und glatt. Sie sind nicht kalt, aber auch nicht warm. Eher so, als würde man über eine zimmerwarme glatte und nasse Oberfläche streichen. Sie fühlen sich schön an, und es macht Spaß sie zu streicheln.

Nachdem wir alle Gelegenheit bekommen hatten die Tiere kennenzulernen fing der lustige Teil des Tages an: von jeweils zwei Delfinen die uns mit ihren Schnauzen an den Füßen packten, wurden wir durch das Wasser geschoben und "flogen" dabei geradezu wie Superman mit dem Oberkörper aus dem Wasser. Das war ein riesen Spaß! :-)

Einmal bildeten wir auch eine Kette und die Delfine sprangen mehrere Male über uns rüber. Insgesamt verbrachten wir etwa eine STunde mit den Tieren. Während dieser Zeit hatten wir die Gelegenheit, sie anzufassen, zu füttern, mit ihnen zu singen und zu tanzen.

Es war ein wirklich schönes Erlebnis, das mit einem Abchiedsfoto sowie einer DVD festgehalten wurde.

Nachdem wir uns schließlich von den Delfinen und Trainern verabschiedet hatten, konnten wir noch etwas über eine Stunde imWasserpark verbringen. Steffen und ich badeten im Wellenbad, rutschen ein paar Mal Wildwasserrutsche, und machten ein paar Bilder von der Gegend.


Dann ging es zum Mittagessen erstmal wieder aufs Schiff. Am Nachmittag gingen wir dann nochmal zu dem Strand, den wir schon von Deck aus am Morgen gesehen hatten. Wir badeten etwas im angenehm warmen Wasser und liefen am Strand entlang. Da es allerdings wieder sehr heiß war und die Sonne uns bereits wieder am bruzeln war, beschlossen wir dann aber doch relativ schnell wieder zurück aufs Schiff zu gehen.

Kurz nachdem wir zurück und frisch geduscht waren, legten wir dann auch schon wieder ab. Wir verbrachten den Abend wieder lange an Deck, gingen im La Fontaine essen, und schauten uns schließlich am Abend noch im Bett die DVD von dem Zusammentreffen mit den Delfinen an.

3. März: Huatulco - Mexiko Tag II

Der zweite Tag an diesem schönen Hafen! Und da wir uns gestern bereits die Stadt angesehen und am Strand gelegen haben, hatten wir uns spontan dazu entschlossen für heute nun doch noch einen Ausflug über das Schiff zu buchen.
Die "Huatulco by Land and Sea" Tour beinhaltete eine Fahrt mit dem Katamaran durch die vielen Buchten in der Gegend, sowie eine Busfahrt durch die Stadt.

Mit insgesamt etwa 20 weiteren Passagieren trafen wir uns am Morgen vor dem Katamaran "Tequilla". Die Crew war bereits an Bord und begrüßte uns freundlich. Es gab eine offene Bar mit vielen Getränken, und nachdem die üblichen Sicherheits-Standards geklärt waren ging es los.

Wir fuhren immer an der Küste entlang, und unser Guide erzählte uns viel über die vielen Veränderungen die sich hier in Huatulco in den letzten Jahren zugetragen hatten. Es war traumhaft schön diese vielen weißen unberührten Strände zu sehen an denen wir vorbei fuhren. Viele davon waren nur mit dem Boot zugänglich, aber schon in wenigen Jahren würden hier überall Straßen langführen, und zahlreiche Hotels diese Strände zu ihren Privatstränden machen. Sich vorzustellen wie hier in Zukunft bald ein Hotel neben dem anderen stehen würde war irgendwie traurig.

Fast schon wollte man sagen "bitte nicht! Lasst es so wie es jetzt ist" Nämlich ein Naturparadies im ökologischen Gleichgewicht. Allerdings wurde die Entscheidung zur Umgestalltung Huatulcos bereits vor Jahren getroffen, und der Entwicklung zur Touristenhochburg damit der Weg geebnet.

Nach der Bootsfahrt, stiegen wir dann in den Bus um. Auf der etwa einstündigen Fahrt bekamen wir dann nochmal die Landseite vonHuatulco zu sehen. Teile der Strecke hatten Steffen und ich am Tag davor bereits gesehen, als wir alleine unseren Weg nach Santa Cruz gebahnt hatten. Aber auch heute sollten wir noch neue Orte kennenlernen. So fuhren wir zum Beispiel zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man einen großartigen Blick auf eine der vielen Buchten hatte.

Als wir dann schließlich wieder zurück waren, gingen Steffen und ich dann doch nochmal an den Strand. Wir hatten schließlich noch ein paar Stunden Zeit bevor das Schiff wieder ablgegen würde.
Am Strand entdeckten wir dann eine riesige Wasserschildköte, die plötzlich hinter Steffen aufgetaucht und auf Nahrungssuche war.
Die ganze Zeit über auf dem Katamaran hatten wir schon gehofft mal eine Schildkröte sehen zu können, und hier war sie nun - nur ein paar Meter von uns entfernt. Man hatten wir ein Glück!

Wir blieben am Strand und beobachteten die Schildkröte bis wir wieder zurück zum Schiff mussten.

Dort erlebten wir dann am Abend aber auch nochmal eine richtig schöne Überraschung: Steffen und ich hielten uns diesen Abend mal außnahmsweise nicht hinten auf dem Lidodeck auf, sondern ganz vorne am Bug des Schiffes, wo man zwar nicht so schön sitzen kann, aber dafür einen tollen Rundumblick auf das Meer und den Sonnenuntergang hatte.
Und gerade als wir da standen, und uns noch dachten wie schön es wäre nun auch noch ein paar Tiere sehen zu können, schwamm erst eine Schildkröte an uns vorbei, und dann tauchten auch noch unzählige Delfine auf! Auf jeder Seite des Schiffe hüpften sie aus dem Wasser, folgten dem Schiff und sprangen in den Sonnenuntergang. Es war einfach nur wunderchön, und das beste Delfinerlebnis das wir auf der gesamten Reise hatten.

Genau so hatte ich es mir immer einmal gewünscht: ganz vorne am Bug des Schiffes zu stehen, in den Sonnenuntergang zu fahren und dabei von Delfinen begleitet zu werden. Es war einfach nur perfekt, und der perfekte Abschluss eines wunderschönen Tages!

Ich denke auch Steffen hätte sich kein schöneres Geburtstagsgeschenk wünschen können, als einen solchen Urlaubstag verbringen zu dürfen.
Und nach so einem tollen Tag, war es denke ich dann auch gar nicht so schlimm, dass wir den $100.000 Jackpot im Casino nicht abgeräumt haben. Auch wenn das natürlich auch ein wirklich nettes Geburtstagsgeschenk gewesen wäre :-)))

2. März: Huatulco - Mexiko

Heute kamen wir in Huatulco an, einer kleinen Gemeinde direkt an der Küste.

Huatulco ist unter den Mexikanern schon lange für seine schönen Sandstrände bekannt und ebenso beliebt.
Erst seit Beginn den 80er Jahren allerdings wurde Huatulco dann auch für den internatuonalen Tourismus planmäßig erschlossen. Einheimische wurden umgesiedelt um Platz für die vielen Hotelprojekt zu machen. Seitdem werden jährlich Millionen in diesen kleinen Ort und dessen Entwicklung zur Touristen Hochburg investiert.

Kein Wunder also, dass uns Huatulco so schön wie kein anderer Hafen vorkam. Der Anblick auf die Stadt bot ein "picture perfect": weiße Sandstrände, Palmen, glasklares Wasser, felsige Buchten, bunte, neu errichtete Gebäude, Cafés, Restaurants, Parks, Grünanlagen, Springbrunnen usw.
Es war einfach nur traumhaft schön. So stellt man sich Urlaub vor!

Mit uns hatte noch ein anderes Kreuzfahrtschiff angelegt, und so tummelten sich viele Touristen in der Gegend um das Hafengelände.

Als Steffen und ich am Morgen von Bord gingen, taten wir es den anderen erstmal gleich. Wir schauten uns in dem Baderesort um und genossen die schöne Aussicht auf den Strand und das Meer. Aber schon bald entschieden wir uns dazu noch etwas weiter zu laufen.

Mit der Straßenkarte von Huatulco und dem angrenzenden Örtchen Santa Cruz bewaffnet, liefen wir alles ab was zu Fuß zu erreichen war. Wir schauten uns einen Eco-Park an, der allerdings aufgrund der momentanen Trockenzeit völlig kahl und verdorrt war, und liefen dann weiter durch die Ortschaft von Santa Cruz. Der Stadteil, in den sämtliche Anwohner von Huatulco ausquartiert wurden.
Beide Stadtteile waren sehr sehr schön, und es kam uns so vor als wären wir genau zum richtigen Zeitpunkt hier her gekommen: schon in wenigen Jahren würde hier eine Bettenburg neben dem anderen stehen, denn die ganzen Baustellen waren bereits jetzt schon da.

Wir hingegen hatten das Glück eine touristisch voll erschlossene Stadt vorzufinden, in der sich allerdings noch niemand auf die Füße treten musste. Im Gegenteil: trotz der 2 Kreuzfahrtschiffe die am Hafen lagen war es hier weder überlaufen noch überladen.

Wir liefen also weiter durch die schöne Gegend, und gingen dann zum Mittagessen zurück aufs Schiff. Nach dem Essen packten wir unsere Badesachen und gingen nochmal runter zum Strand. Dort verbrachten wir den gesamten Nachmittag - es war herrlich :-)

Nach dem Abendessen drehten wir dann nochmal eine schöne kleine Runde durch den Ort. In einem Souvenirladen stöberten wir ein wenig herum und keuften schließlich auch eine Kleinigkeit. Die Sonne ging so langsam unter, Huatulco kam zur Ruhe, und es wurde so richtig gemütlich auf den Straßen. Wir liefen noch durch eine kleine Wohnsiedlung in der mehrere Villen standen, und waren dann schließlich zum richtigen Sonnenuntergang zurück am Strand.

Nachdem die rosarote Färbung des Himmels dann schließlich der Schwärze der Nacht Platz gemacht hatte, gingen wir zurück aufs Schiff. Und so ging wiedermal ein wunderschöner Tag zu Ende - ein Tag, genau wie Urlaub sein sollte!

Montag, 15. März 2010

1. März:Puerto Chiapas - Mexiko

Wir sind wieder zurück in Mexiko! Wenn auch nur ganz knapp über der Grenze zu Guatemala :-)

Puerto Chiapas ist ein kleiner aber schön angelegter Hafen an dem wir schon morgens beim Anlegen von spanischen Musikern empfangen wurden.

Wir drehten uns dennoch noch einige Male rum, bevor wir dann aufstanden und frühstücken gingen. Schließlich konnten wir es an diesem Morgen mal wieder etwas langsamer angehen lassen, da wir keine Tour gebucht hatten.

Als die meißten Tourgäste bereits von Bord waren, machten auch wir uns auf. Das Hafengelände war sehr sauber und schön angelegt, mit feinen Rasenflächen, großen, mit Palmwedeln bedeckten Häuserdächern und netten kleinen Wegen zum Entlangspazieren.
Aber das war es leider auch schon...Außer einem etwa viertelstündigen Spaziergang von einem Ende des Hafens zum anderen (und der entsprach in etwa der länge des Schiffes), gab es nichts weiter zu sehen.

Wir schauten also nochmal in einer der Pyramiden nach. Denn beim ersten Vorbeigehen hatten wir bereits gesehen, dass dort viele Reiseveranstalter Passagiere mit Tagestouren zu locken versuchten.
Und schon beim Betreten des Gebäudes wurden auch wir sogleich umlagert.
Für $10 pro Person konnte man sich zum Beispiel mit dem Shuttlebus nach Tapachula, der nächstgrößeren Stadt fahren lassen.

Da wir keine $20 in bar hatten, und das Busunternehmen keine Kreditkarte nahmen, einigten wir uns mit einem der Tourguides darauf in Tapachula zu einer Bank zu gehen, und sie dann hinterher für die Fahrt zu bezahlen.
Eine Entscheidung die uns noch so einiges an Rennerei bescheren würde...

Wir stiegen also gemeinsam mit vielen anderen Passagieren in einen der Reisebusse und versuchten es uns während der 40 minütigen Fahrt so bequem wie möglich zu machen.

In Tapachula angekommen suchten wir dann zuallererst eine Bank auf. Die Schlange vor dem Bankomat war sehr lang, und es dauerte eine Weile bevor wir endlich dran waren. Als wir an dem Punkt ankamen, an dem man den gewünschten Betrag eingibt, fiel uns auf, dass dieser Automat nur Pesetos auszahlte.
Da uns US Dollar lieber waren, entschieden wir uns dazu noch bei einer zweiten Bank vorbeizuschauen.
Bei Kreditinstitut Nummer Zwei sagte man uns dann, dass man hier bei fast keiner Bank US Dollar bekommen könnte. Nur eine, die hätte Dollar vorrätig! Der gute Bankangestellte malte uns daraufhin eine Wegbeschreibung zu besagter Bank, der wir dann auch gleich im Anschluss folgten.

Bei Bank Nummer Drei wurden wir dann schließlich gleich am Eingang abgefangen. Als wir unser Anliegen vortrugen, nämlich eine Kreditkarte mit einem bestimmten Dollar Betrag zu belasten und das Geld in Bar auszuzahlen, hieß es dafür bräuchten sie erst die Kopie des Personalausweises. Ok, kein Problem: alles solange wir nun endlich irgendwie an Geld kommen.

Man ließ uns wieder lange warten, doch schließlich durften wir dann zu einer der netten Schalterdamen vor. Als sie hörte was wir wollten, zog sie die Stirn kraus, guckte sich die Kreditkarte an, plapperte irgendwas auf Spanisch und schüttelte dann den Kopf.
Wir erklärten noch einmal was wir wollten, woraufhin sie dann erstmal mit einem Kollegen telefonierte.
Besagter Kollege winkte uns daraufhin zu sich (Es stellte sich heraus, dass sich seinen Schreibtisch etwa 5m von uns entfernt befand).

Wir gingen also zu dem netten Herren herüber, und erzählten nun schon zum Dritten Mal was wir gerne wollten. Er telefonierte daraufhin auch wieder mit jemandem, und gab dabei ständig irgendwelche "aha" , "oooohhh" und "ok ok ok" Laute von sich.

Als er auflegte sah er uns an, erklärte uns wieder irgendetwas auf Spanisch von dem wir wieder nur die Hälfte verstanden und ging dann mit uns zusammen nochmal zu der Schalterdame. Diese schien schon auf uns zu warten. Der Kollege von eben erzählte ihr nun, was er am Telefon zu hören bekommen hatte (jedenfalls gehe ich davon aus....) und wir nickten immer wieder zustimmend wenn er uns darum bat.

Dann schließlich sagte uns die Dame, dass sie das was wir wollten, nicht in einer Transaktion machen könne. Wir müssten zu einem Bankomat gehen, Pesetos abheben, und diese dann in Dollar tauschen. Das würde uns viele Gebühren kosten, und durch den Wechselkurs würden wir natürlich auch nochmal verlieren.

Aber genau deshalb wollten wir doch eben genau diesen Schritt umgehen!!! Wir fragten also nochmal, ob es nicht irgendeinen anderen Weg geben würde. Das ernüchternde "nein" reichte uns. Etwas genervt und frustriert verließen wir die Bank.

Inzwischen waren eineinhalb Stunden vergangen. Wir hatten noch nichts von der Stadt gesehen, und uns in drei Banken die Füße in den Bauch gestanden! So hatten wir uns den Tag ganz gewiss nicht vorgestellt!

Wir liefen zurück zum Shuttle Treffpunkt. Dort angekommen erzählten wir der Reiseleiter von unseren Erlebnissen der letzten Stunde. Sie wollte uns erst noch eine weitere Bankadresse geben, jedoch machten wir ihr daraufhin ziemlich deutlich dass wir auf weiteres Hin und Her Gerenne mal so gar keine Lust haben. Sie meinte daraufhin sie schaue mal was sie machen könne.

Wir schauten uns daraufhin noch ein wenig die Stadt an. Dafür waren wir schließlich hergekommen. Nach einer weiteren Stunde oder so gingen wir zurück zum Bus. Die Reiseleiterin kam uns gleich entgegen und meinte sie hätte mit ihrem Chef telefoniert. Wenn wir mit in ihre Zentrale bzw. das Reisebüro kommen würden, dann könnten sie dort die Kreditkarte lesen und belasten.

Na toll! Und warum hatte sie uns das nicht schon gleich am Anfang gesagt? Warum sollen wir erst zu zig Banken rennen bevor sie uns sagt, dass sie direkt hier am Ort, nur drei Blocks entfernt, eine Filiale haben, die Kreditkarte akzeptiert?
Es war uns ein Rätsel! Aber egal, wir liefen mit einer Kollegin von ihr mit die uns den Weg zeigte, bezahlten dann schließlich für die Busfahrt, und fuhren dann auch schon wieder zurück zum Schiff.

Und auch wenn wir jetzt zwar nicht ganz so viel Zeit für Sightseeing in Tapachula wie die anderen Touristen hatten, so denke ich, kennt keiner die Banken dieser Stadt gut wie wir.